Vape Pen vs. Joint – wie die neue Form von Cannabiskonsum die Welt erobert

Titelbild: Benjamin Balazs auf Pixabay

Zuerst war es der Joint, der die Welt im Sturm eroberte. Neben dem Genuss handelte es sich beim Rauchen eines Joints auch um ein politisches Statement. Heute wird der Joint abgelöst durch eine diskretere Art für den Konsum von Cannabis – dem Vape Pen. Ähnlich wie bei der E-Zigarette reicht ein leichtes Drücken eines Knopfes aus und die Wirkstoffe können inhaliert werden. Unauffällig, einfach und vor allem besser als Rauchen.

Was ist ein Vape Pen

One Hitter, Pfeifen und Joints beanspruchten lange Zeit den Thron der einfachsten und unauffälligsten Rauchmethoden für sich. Doch die Form des Cannabis Konsum ändert sich und das Anzünden eines Joints ist vor allem in der Öffentlichkeit nicht gerade unauffällig. Ausgeklügelte Innovationen revolutionieren den Markt, die dankend angenommen werden.

Denn spätestens seitdem Cannabis in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist, strebt man nach möglichst einfachen und vor allem unauffälligen Wegen, Cannabis zu konsumieren. Der Vape Pen stellt für viele Konsumenten die perfekte Lösung dar. Vor allem das Vapen von CBD hat sich zu einer der effektivsten und beliebtesten Methoden des CBD-Konsums entwickelt. Doch was bedeutet vapen eigentlich und worum handelt es sich, wenn man von Vape Pens spricht? Vapen kann durch das Wort verdampfen ersetzt werden und beschreibt eben diesen Prozess. Der Vape Pen wird als tragbarer Vaporizer beschrieben, der alle Vorteile eines herkömmlichen Verdampfers mit sich bringt. In der Form und Größe eines Stiftes kann das kompakte Gerät ganz einfach verstaut werden. Das Verdampfen von Cannabis mittels Vape Pen bietet somit einige Vorteile. Der offensichtlichste ist die Diskretion beim Konsum. Aufgrund der Größe, der kinderleichten Handhabung und des diskreten Dampfes, kann der Vape Pen überall mit hingenommen werden. Im Gegensatz zum Rauchen erzeugt der Dampf des Vape Pens kein derartig unverwechselbares Aroma. Zudem ist die Dosierung wesentlich einfacher. Fast jeder Cannabis-Liebhaber war von zu vielen Zügen an einem Joint schon einmal „zu high“. Beim Verdampfen ist dieser Zustand kaum möglich, da man besser kontrollieren kann, wie viel Dampf inhaliert wird. Medizinischen Anwendern wird aufgrund dessen oft zur Verwendung von Vape Pens geraten. Außerdem passen sich diese auf dein individuelles Konsumbedürfnis an. Das Inhalieren von Tabak wird zudem gemieden, da das Cannabis, sofern gewünscht, in seiner natürlichen Form konsumiert werden kann.

Funktionsweise von Vape Pens

Die Funktionsweise von Vape Pens ist ziemlich intuitiv und einfach. Die Geräte sind relativ robust und müssen keiner aufwendigen Wartung unterzogen werden. Es gibt zwei Bauteile, die du jedoch im Blick behalten solltest: das Heizelement und der Behälter, in welchen das Cannabis gegeben wird. Dieser Behälter unterscheidet sich anhand der gewünschten Wirkstoffquelle. Entweder wird eine sogenannte Kräuterkammer verwendet oder alternativ dazu austauschbare Kartuschen mit Konzentraten oder ähnlichen Erzeugnissen. Unabhängig davon existiert ein Heizelement, welches den Inhalt des Behälters auf wohlig warme Temperaturen zwischen 150 und 230 Grad Celsius erhitzt. Die wertvollen Inhaltsstoffe verdampfen auf diese Weise und können eingeatmet werden.

Aufbau und Arten von Vape Pens

Aufgrund der ansteigenden Beliebtheit von Vape Pens, gibt es inzwischen unzählige unterschiedliche Ausführungen. Man kann diese anhand ihrer Funktionsweise und Anatomie in drei verschiedene Gruppen unterteilen. Es gibt Stiftverdampfer für getrocknete Materialien, Konzentrate oder Hybridmodelle. Wie die Namen schon vermuten lassen, ist das entscheidende Kriterium die gewünschte Wirkstoffquelle. Verdampfer für getrocknete Kräuter sind darauf ausgerichtet, die Cannabinoide und Terpene aus dem natürlichen Rohstoff zu extrahieren. Man verwendet also ganz klassisch Cannabis Blüten. Soll lieber auf fertige Konzentrate zurückgegriffen werden, müssen die Verdampfer auch darauf ausgelegt sein. Allgemein kann man den Sammelbegriff CBD-Öl in verschiedene Formen unterteilen. CBD-Öl, CBD-E-Liquids und Cannabisharzöl. Diese drei Formen werden in unterschiedlichen Viskositätszuständen hergestellt. Wie die meisten Pflanzenöle, enthalten auch CBD-Öle Triglyceride. Diese erzeugen jedoch bei der Verbrennung oder Verdampfung schlechte Nebenprodukte. Du solltest daher nicht versuchen, CBD-Öl zu verdampfen, da es deinen Vape Pen nur beschädigen wird. Speziell für das Vapen wurden CBD-E-Liquids entwickelt. Diese werden mit einem Verdünnungsmittel versetzt, um sie weniger zähflüssig zu machen. Sie bestehen aus einer Mischung aus Propylenglykol und pflanzlichem Glyzerin, das bei niedrigen Temperaturen leicht verdampft. In der Regel werden austauschbare Kartuschen eingesetzt. Sobald diese leer sind, muss eine neue eingesetzt werden. Für diejenigen, die beide Varianten in Erwägung ziehen, bieten sich Hybridmodelle an. Diese sind so aufgebaut, dass sowohl Konzentrate als auch getrocknete Substanzen verdampft werden können. Neben der Kartusche als essentielles Bauteil eines Vape Pens, stellt der Akku das größte Bauteil dar. Dabei handelt es sich für gewöhnlich um einen aufladbaren oder austauschbaren Lithium-Ionen-Akku. Andere Stiftverdampfer wiederum sind nicht auf einen Akku angewiesen und nutzen die Kraft des Feuers. Wie bei einer Zigarette dient auch hier ein Feuerzeug zur Aktivierung. Der Vorteil von dieser Art des Verdampfers ist die flexible Nutzung, da man ihn nicht aufladen muss. Allerdings hat man keine Kontrolle über die Temperatur, bei der das Gras zur Erzeugung der Flamme verbrennt. Es kann somit sein, dass es ein bisschen zu heiß wird. Wie bereits erwähnt, entsteht der Dampf durch das Erhitzen der Cannabis-Produkte. Zur Aktivierung des Heizelements dient in den meisten Fällen ein Knopf. Es gibt allerdings auch Geräte, die keinen Knopf benötigen und von selbst erkennen können, wenn an dem Pen gezogen wird. Damit der Vape Pen nun aber auch seinen Zweck erfüllen kann, darf natürlich das Mundstück als weiterer Bestandteil nicht fehlen. Dadurch können die Cannabis-Produkte inhaliert werden.

Wie der Vape Pen verwendet wird

Bevor das Gerät zum Einsatz kommt, sollte die jeweilige Gebrauchsanweisung aufmerksam durchgelesen werden. Für gewöhnlich wird vor dem Gebrauch eine ausreichende Ladephase vorangestellt, dies kann einige Stunden dauern. Meist wird der Ladestand durch LED-Lichter angezeigt. Sobald der Vape Pen vollständig aufgeladen ist, kann der Vaporizer entsprechend befüllt werden. Wenn die Kammer nun einsatzbereit ist, kann der Vape Pen wieder zusammengeschraubt werden und das Gerät ist bereit, mit dem Verdampfen zu beginnen. In manchen Fällen kann die Temperatur zum Verdampfen individuell bestimmt werden. Bei erstmaliger Benutzung eines Vape Pens kann es passieren, dass zu stark an dem Mundstück gezogen wird. Da es sich hierbei aber nicht um einen Joint handelt, muss langsam und behutsam inhaliert werden. Außerdem muss der Dampf nicht im Mund gehalten werden, damit die Wirkstoffe aufgenommen werden. Sie können sofort absorbiert werden. Wie jedes elektronische Gerät, muss auch der Vape Pen regelmäßig gewartet und gepflegt werden. Eine Reinigung nach jeder Benutzung ist nicht notwendig, einmal die Woche ist völlig ausreichend und verlängert gleichzeitig die Lebensdauer des Geräts. Dazu wird der Vape Pen auseinandergebaut und die Kammer von möglichen Kräuterresten und Asche mittels Pfeifenreiniger befreit. Das Mundstück kann unter fließendem Wasser ausgespült werden.

Es gibt heutzutage unzählige Vape Pens auf dem Markt und die Auswahl wird einem nicht leicht gemacht. Dennoch lohnt es sich, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen, um die für sich beste Lösung zu finden.