Textilien

Textilien aus Hanf ist nicht neu. Hanfgewebe wurde in einigen der ältesten erhaltenen Artefakte entdeckt, mit denen sich Könige und “normale” Bürger gleichermaßen umwickelten. Hanffasern sind natürlich und biologisch abbaubar. Es ist eng gewebt, aber sehr atmungsaktiv und überraschend weich und schont dazu die Umwelt.

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Wenn wir über „Hanftextilien“ sprechen, geht es plötzlich nicht mehr um die Wirkung der Cannabis-Pflanze auf den menschlichen Körper. Mit der überaus vielfältigen Pflanze Hanf kann man noch so einiges mehr anstellen. Hanffasern eignen sich perfekt, um Textilien herzustellen. Sei es eine nachhaltige Jeans, ein Geldbeutel oder gar ein Rucksack.


Aber warum eigentlich Hanfkleidung?


Mit Hanftextilien genießt man eine Menge Vorteile und kann Teil einer grünen Revolution sein. Hanf ist mit eine der evolutionär am meist entwickelten Pflanzen, dessen Vielfältigkeit kaum zu überbieten ist. Neben Kleidung lassen sich aus Hanf auch Baumaterialien, Dämmung, Treibstoff, Lebensmittel, Papier, Nahrungsergänzungsmittel, Taue, Kunststoffersatz und vieles mehr herstellen. Nachdem bis in die 1920er Jahre Hanftextilien total selbstverständlich waren und bis zu 80% der Kleidung daraus hergestellt wurde, sorgten einige gezielte PR-Wellen von anderen Industrien - wie Chemiekonzernen, Holzfabriken & Baumwollherstellern - für einen Untergang der Wunderpflanze. Immer mehr hat man mit der Hanfpflanze „das Illegale“ in Verbindung gebracht, wie beispielsweise das berauschende THC, das ebenfalls aus der Cannabis-Pflanze gewonnen werden kann. Ökologisch bewusste Hersteller sorgen seit einigen Jahren allerdings weltweit dafür, das Verständnis wieder zurückzuholen und die Pflanze mit ihren ganzen ökologischen und nachhaltigen Vorteilen wieder mehr aufleben zu lassen.

Die Hanf Fasern für die Textilherstellung werden aus der sogenannten cannabis sativa gewonnen. Eine Nutzhanf Pflanze, die von Natur aus einen sehr geringen THC-Gehalt besitzt. Unmöglich also, diese Pflanze zum Rauscherzeugnis zu nutzen. Seit vielen tausenden Jahren wird die Cannabis Sativa genutzt, um Stoffe und Textilien herzustellen. Hanffasern besitzen eine enorme Reißfestigkeit und Robustheit, weshalb sie häufig mit anderen Faserarten wie Bambus, Seide oder Leinen kombiniert werden, um die Eigenschaften zu unterstützen und daraus optimierte Stoffe zu gewinnen. Das kann dann als Basis für das Hanf T-Shirt, die Hanf Bluse oder den Hanf Pullover betitelt werden.


Wir bereits erwähnt, ist die Hanffaser eine der robustesten und widerstandsfähigsten Naturfasern. Daraus resultiert natürlich, dass die Kleidung auch dementsprechend belastbar ist und sehr lange hält. In der Regel sagt man, dass Hanf Kleidung bis zu sieben mal belastbarer ist als normale Industrie-Baumwoll-Kleidung. Ein weiterer Vorteil, der sich daraus erschließt ist, dass Hanfkleidung so gut wie nicht knittert und daher beispielsweise ein optimaler, faltenfreier Reisebegleiter darstellen kann. Ein ständiges Zusammenfalten und Einpacken in den Koffer kann einem Hanf Shirt schließlich nichts ab.


Des Weiteren glänzt eine Hanf Klamotte mit seiner Selbstregulation der Temperatur, so hält es - durch die kleinen „Lufttaschen“ in den Fasern, durch die es atmen kann - im Sommer angenehm kühl, während es im Winter für ein warmes Tragegefühl sorgt.

Unangenehm kann eine Klamotte für einen Allergiker dann werden, wenn sie chemisch behandelt, oder die Stoffe, aus die die Kleidung hergestellt wird, vorab nicht natürlich bearbeitet wurden. Die Nutzhanfpflanze „Cannabis Sativa“, aus der die Hanf Kleidung produziert wird, ist von Natur aus sehr widerstandsfähig und nahezu frei von Insektenbefall oder Pflanzenkrankheiten. Ein Grund, weshalb hier keine Pestizide oder Insektizide verwendet werden müssen. Zudem wächst Hanf sehr schnell und vor allem dicht aneinander, weshalb dem Licht das Durchdringen zum Boden fast komplett verweigert wird, dementsprechend keine anderen Pflanzen wachsen können und deshalb auch keine zusätzlichen Unkrautvernichtungsmittel eingesetzt werden müssen. Einer von vielen weiteren Vorteilen im Vergleich zur Baumwolle.


Fazit: Wer keine Toxine an seine Haut lassen möchte, ist mit Hanf Kleidung bestens bedient. Man sollte jedoch immer darauf achten, woher die Hanfkleidung stammt. In China, einer der größten Produzenten von Hanf Textilien, nutzen viele Hersteller chemische Stoffe, um die Faser künstlich zu erweichen. Beispielsweise ist ein reines weiß bei Hanfkleidung nur mit extremen Bleichungsprozessen zu erreichen. Bei Herstellern aus Kanada, den USA oder Europa, braucht man in der Regel keine Bedenken haben.