Natürlicher Sonnenschutz durch Hanföl und Tomaten

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Die Temperaturen steigen und damit auch das Risiko, welchem unsere Haut durch die Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist. Es ist unsere Aufgabe die eigene Haut bestmöglich zu schützen. Dazu greifen wir in den meisten Fällen zu herkömmlichem Sonnenschutz aus dem Handel. Dieser soll die Haut zwar vor UV-Strahlung schützen, birgt aber auch aufgrund der Inhaltsstoffe weitere Risiken. Es gibt bereits diverse Berichte darüber, dass pflanzliche Öle ebenfalls als Sonnenschutz funktionieren und zwar ganz natürlich. Darunter unter anderem auch Hanföl. Wie du damit selbst Sonnencreme herstellen kannst, erfährst du in diesem Beitrag.

Wieso wir nicht ohne Sonne können

Kalte Temperaturen und wenig Sonne hinterlassen oft eine trübe Stimmung bis hin zu depressiven Verhaltensmustern. Das liegt daran, dass Licht unsere Vitalität, unser Wohlbefinden und damit auch die Stimmung beeinflusst. Die Ausschüttung bestimmter Hormone und Botenstoffe im Gehirn, werden durch den Reiz des Lichtes reguliert. Darunter insbesondere Serotonin, welches auch als „Glückshormon“ bekannt ist. Der Winterblues findet seine Ursache ganz einfach im Lichtmangel. Kommt die Sonne nach den kalten Wintermonaten dann wieder zum Vorschein, beginnen nicht nur die Blumen zu blühen. Unser subjektives Glücksempfinden erreicht mit den ersten intensiven Sonnenstrahlen auch seinen Höhepunkt. Dazu kommt, dass das lebensnotwendige Vitamin D unter Einfluss von Sonnenlicht in der Haut gebildet wird. Genauer gesagt nutzt die Haut dazu die im Sonnenlicht vorhandene UVB- Strahlung. Wenige Minuten mit direkter Sonneneinstrahlung auf der Haut reichen dazu aus. Im Körper fördert das Vitamin D die Aufnahme von Calcium aus dem Magen-Darm-Trakt sowie die Härtung unserer Knochen. Zudem hat es Einfluss auf unsere Muskelkraft und reguliert, neben dem Calcium- und Phosphatstoffwechsel, auch weitere Stoffwechselvorgänge im Körper.

Am Tag eine halbe Stunde mit möglichst viel unbedeckter Haut in die Sonne und unsere Vitamin D Vorräte sind wieder gefüllt. Bedeckt man permanent den ganzen Körper mit einem hohen Lichtschutzfaktor, verhindert man jedoch die körpereigene Vitamin D Produktion. Trotzdem darf es nicht zu Rötungen oder gar Sonnenbrand kommen, denn die Sonne hat auch schlechte Eigenschaften, insbesondere für unsere Haut.

Die Sonne als Gefahr für unsere Haut

Kommt die Sonne wieder vermehrt zum Vorschein, kann man es kaum erwarten, mit jeder Faser des Körpers diese zu genießen. Besonders im Hochsommer wird es schwer, die Haut vor zu viel Sonne zu schützen. Badeseen locken mit einer kühlen Erfrischung für den ganzen Körper und Schatten ist oft nicht ausreichend vorhanden. Außerdem zählt braun gebrannte Haut als Schönheitsideal und wir alle wollen möglichst viel von diesem Teint. Doch bei zu viel Sonneneinstrahlung kommt es schnell zu Sonnenbrand, Hautirritationen und trockener Haut. Denn die im Sonnenlicht vorhandene UVA- und UVB-Strahlung lässt die Haut nicht nur braun werden, sondern wirkt sich in hohem Maße auch negativ auf die Haut und unsere Gesundheit aus.

Als besonders gefährlich werden energiereiche und kurzwellige UVB-Strahlen eingeschätzt. Diese greifen im oberen Hautbereich die Pigment bildenden Hautzellen an und führen schnell zu Sonnenbrand. Bei einem solchen unterliegt die Haut einer akuten Entzündung. Je nach Schweregrad des Sonnenbrandes äußert sicher dieser mehr oder weniger schmerzhaft. Bei einem leichten Sonnenbrand ist die betroffene Haut leicht gerötet und empfindlich. Ein starker Sonnenbrand führt dagegen zu Blasenbildungen auf der Haut und kann Narben hinterlassen. Die Haut schmerzt, beginnt zu jucken und es kommt zu Schuppungen und einer Schälung dieser. Diese Erfahrung hat bestimmt jeder mindestens einmal im Sommerurlaub machen müssen, ist allerdings weniger erstrebenswert. Häufiger Sonnenbrand ist nämlich nicht nur in dem Moment unangenehm, sondern fördert auch die Entstehung von Hautkrebs. 15 000 Menschen erkranken allein in Deutschland pro Jahr an einem Melanom, dem gefürchteten Schwarzen Hautkrebs

Langwellige UVA-Strahlen wiederum dringen tief in die Hautschichten ein und greifen dort das elastische Bindegewebe ab. Das führt dazu, dass die Haut schneller altert und sich Falten und Flecken auf dieser ausbilden. Auch sie erhöhen das Krebsrisiko, da diejenigen tiefliegenden Zellschichten angegriffen werden, die die Haut durch Teilung erneuern. Das heimtückische an den UVA-Strahlen ist, dass man sie kaum bemerkt. Sie durchdringen Wolken, und Fenstergläser und ohne dass man etwas erkennen kann, können sie zu irreversiblen Schäden führen.

Besonders hellhäutige Menschen sind anfällig für die negativen Einflüsse durch die Sonne und müssen sich entsprechend schützen. Unabhängig von dem individuellen Teint der Haut, lassen sich die durch zu viel Sonne ausgelösten Erkrankungen zumindest teilweise durch einen entsprechenden Sonnenschutz verhindern. 

Herkömmlicher Sonnenschutz und die damit verbunden Mythen

Um sich vor den gesundheitsschädlichen Resultaten von zu viel Sonne zu schützen, ist es wichtig den Körper mit entsprechendem Sonnenschutz auszustatten. Und das nicht nur im Badeurlaub, sondern auch im Alltag. Das Meiden der Sonne zur Mittagszeit ist auf jeden Fall die bewährteste Schutzmaßnahme. Die Hautpartien, die nicht durch Kleidung geschützt werden können, können mit Sonnenschutzmittel eingerieben werden. In der Regel greift man diesbezüglich zu im Handel verfügbarer Sonnencreme. Diese Sonnenschutzmittel müssen laut EU-Verordnung neben dem UVB-Schutz auch einen UVA-Schutz aufweisen, der mindestens ein Drittel des angegebenen Lichtschutzfaktors beträgt. Es gibt vier Schutzklassen für Lichtschutzfaktoren, in die die Sonnenschutzmittel eingeteilt werden können: basis (6-10), mittel (15 – 25), hoch (30 – 50) und sehr hoch (50+). Als „wasserfest“ kann der Sonnenschutz dann betitelt werden, wenn dieser auch nach 2 x 20 Minuten Wasserkontakt immer noch hält. Um einer vorgegaukelten Scheinsicherheit entgegenzuwirken sind Bezeichnungen wie “Sunblocker” oder “vollständiger Schutz” auf dem Sonnenschutzmittel verboten. Bei den Verbrauchern könnte dies nämlich zu einem vermehrten Aufenthalt in der Sonne führen. Dennoch fühlt man sich durch die Verwendung von Sonnencreme oder -spray automatisch sicherer. Jedoch sollte man Fakten und Fiktionen trennen. Es besteht beispielsweise der Irrglaube, dass kein Sonnenbrand automatisch bedeutet, dass man keinem erhöhten Hautkrebsrisiko ausgesetzt ist. Jedoch wurde diese Annahme durch diverse Studien wiederlegt. Bei der Entstehung von Melanomen sowie weiteren bösartigen Hauttumoren ist nicht der einzelne starke Sonnenbrand entscheidend, sondern vielmehr die Summe der Zeit, die man über die Jahre hinweg der Sonne ausgesetzt ist. All diejenigen, die sich jahrelang sehr viel in der Sonne aufhalten, erkranken mit zunehmendem Alter häufiger an bestimmten Krebsformen, als andere. Auch wenn in all den Jahren kein offensichtlicher Sonnenbrand zu sehen war.

Risiken herkömmlicher Sonnenschutzmittel

Die Sonnenschutzmittel im Handel sind in unterschiedlichen Darreichungsformen verfügbar. Es gibt Cremes, Lotions, Sprays und Öle. Egal welche Variante man wählt, alle haben den Schutz der Haut vor der Sonneneinstrahlung zum Ziel. Verantwortlich sind dafür die in den Produkten vorhandenen UV-Licht filternden Substanzen. Doch gerade die sind es, die gleichzeitig Zweifel hervorrufen. Eine Vielzahl an Inhaltsstoffen weisen so komplizierte Namen auf, dass selbst Ärzte und Pharmazeuten teilweise überfordert sind und kaum den Überblick behalten können. Es herrschen vermehrt Diskussionen darüber, ob die herkömmlichen Sonnenschutzmittel aufgrund der Inhaltsstoffe sogar gefährliche Nebenwirkungen haben können. Eine Garantie, dass die verwendeten UV-Filter keinerlei Effekte im Körper auslösen, gibt es leider nicht. Die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA konnte zudem bestätigen, dass die in handelsüblichen Sonnenschutzmitteln enthaltene Filtersubstanzen ins Blut übergehen. Alle vier untersuchten organischen Filter (Avobenzon, Oxybenzon, Octocrylen und Ecamsul) waren bereits ab dem ersten Tag im Blut nachweisbar, was eine entsprechende Blutanalyse der Probanden ergab. Unter organischen Filtern versteht man Sonnenschutzfilter, die die UV-Strahlen absorbieren und sie in Wärme und ungefährliches Fluoreszenzlicht umwandeln. Es gibt auch noch anorganische Filter, beispielsweise Zinkoxid und Titandioxid. Diese streuen, reflektieren und absorbieren das UV-Licht durch eine auf der Haut gebildete Barriere. Wer kann sich noch gut an die dicke weiße Schicht aus Sonnencreme erinnern, die einen als Kind durch das Freibad begleitet hat? Dieser „Weißel-Effekt“ wurde früher durch eben diese anorganischen Filter erzeugt. Heute bleibt einem das meistens erspart, da die Filter häufig in Form von Nanopartikeln in die Cremes eingearbeitet werden. Um möglichst das volle Spektrum der UV-Strahlung abdecken zu können, enthalten die gängigen Sonnenschutzmittel in der Regel verschiedene Filter.

Aufgrund der Tatsache, dass die Filter über die Haut aufgenommen werden, fragt man sich – was richten sie im Körper an? Organische Filter können von der Hautoberfläche in tiefere Hautschichten vordringen. Diese sind durchblutet und nehmen den Filter mit in den Blutkreislauf auf. Ausschlaggebend ist, in welchem Maße das geschieht und was in der Zwischenzeit passiert, bis sie über die Niere wieder herausgefiltert und durch den Urin ausgeschieden werden.

Wenn man über mögliche Schäden durch organische Filter im Blutkreislauf spricht, bezieht man sich in erster Linie auf die Stoffe, die den Hormonhaushalt durcheinander bringen können. Die Filter werden in Studien mit Zellkulturen auf östrogenartige Aktivität untersucht. Die Wirkung kommt der des weiblichen Sexualhormons Östradiol am nächsten.

Wissenschaftler bringen dafür UV-Filter mit eben denen Zelltypen zusammen, die Andockstellen für bestimmte Hormone haben. Werden diese Rezeptoren im Experiment stimuliert, deutet das auf eine hormonähnliche Wirkung der Filter hin. 2001 stellten Forscher der Universität Zürich fest, dass durch die Verfütterung der Filter an Ratten deren Gebärmutter wuchs. Diese Wirkung spricht prinzipiell für eine hormonartige Wirkung. Der Lichtschutzfilter Oxybenzon (auch: Benzophenone-3) soll zum Beispiel in der Wirkungsweise dem Östrogen ähneln. In weiteren Studien hat man einen Zusammenhang zwischen dem chemischen Stoff und der Unterleibserkrankung bei Frauen, Endometriose, festgestellt. Bei dieser Krankheit kommt es zu schmerzhaften Wucherungen des Gebärmuttergewebes. Außerdem warnen Toxikologen vor diesem Stoff, da er zu Zellschädigungen und Hautkrebs führen kann. Auch die anorganischen UV-Filterstoffe Titandioxid und Zinkoxid geraten zunehmend ins Visier der Krebsforschung. Zwar sollen diese Filterstoffe im Gegensatz zu chemischen Lichtfiltern die Hautschutzschicht nicht durchdringen, jedoch warnen neue Studien vor den enthaltenen Nanoteilchen. Dadurch wirkt die Creme zwar nicht länger wie weiße Farbe im Gesicht, jedoch sollen diese Stoffe durchaus das Zellwachstum stören können. Laut einem internationalen Zusammenschluss aus Umweltorganisationen soll nanopartikuläres Titandioxid die DNA schädigen und gilt als Mitauslöser der Alzheimer-Krankheit, Epilepsie und des Autismus. Zusätzlich wird Zinkoxid in Form von Nanoteilchen verdächtigt, Darmzellen und Hirnstammzellen abzutöten. Dabei steht vor allem die Aufnahme der Nanoteilchen über die Atemwege in der Kritik, welche bei Sonnenschutzmittel in Sprayform eventuell gegeben wäre. Für eine dermale Aufnahme – über die Haut – gibt es bislang keine Hinweise. Die Partikel können sich in Haarfollikel in tieferen Schichten der Haut anreichern, aber wohl nicht in tieferes Hautgewebe eindringen. Seit 2013 müssen Nanopartikel in Kosmetikprodukten entsprechend deklariert werden.

Natürlicher Sonnenschutz

Aufgrund der Sachlage ist es schwierig, das Thema Sonnenschutz richtig einzuschätzen beziehungsweise richtig zu handeln. Der Verzicht auf Sonnenlicht ist weder möglich noch gesund. Produziert die Haut zu wenig Vitamin D entsteht ein solcher Mangel, welcher mit 16 verschiedenen Krebsarten als auch mit Autoimmunkrankheiten, Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Demenz in Verbindung gebracht wird. Trotzdem sollte man sich nicht stundenlang in der Sonne brutzeln und seinen Körper bestmöglich schützen. Bei der Wahl des entsprechenden Sonnenschutzmittels, können die jährlich aktualisierten Empfehlungen der EWG hilfreich sein.

Im niedrigen Lichtschutzfaktorbereich können außerdem naturbelassene pflanzliche Öle eine natürliche Alternative zu den herkömmlichen Sonnenschutzprodukten darstellen. Neben ihrem Einsatz in der Küche, stellen sie eine wertvolle Komponente in der Hautpflege dar. Sie versorgen die Haut mit wertvollen Fettsäuren und Vitaminen, wirken teilweise entzündungshemmend, verzögern den Alterungsprozess der Haut und hinterlassen ein glattes und zartes Hautbild. Dazu kommt, dass viele Öle einen natürlichen UV-Filter besitzen, der unsere Haut ebenfalls in Maßen vor der Sonne schützen kann.

Zu diesen Ölen zählen:

  • Olivenöl
  • Kokosöl
  • Rizinusöl
  • Mandelöl
  • Sesamöl
  • Hanföl

Olivenöl und Kokosöl sollen unter den natürlichen Sonnenschutzmitteln den höchsten Lichtschutzfaktor aufweisen.

Hanföl pflegt und schützt die Haut

Auch Hanföl blockiert UV-Strahlen und macht sich beliebt als natürlicher Sonnenschutz. Gleichzeitig wird die Vitamin D Produktion durch das Öl nicht gestört. Da der Lichtschutzfaktor von Hanföl bei 6 liegt, handelt es sich um ein sanftes Sonnenschutzöl für dunkle und vorgebräunte Haut. Durch die wertvollen Inhaltsstoffe pflegt und schützt es die Haut zusätzlich. Der hohe Anteil an essentiellen Fettsäuren, Vitamin E und Chlorophyll schützt die Haut vor freien Radikalen. Hanföl hat zudem eine extrem regenerative Wirkung auf die Hautzellen, weshalb es bei bereits geschädigter Haut ein positives Ergebnis erzielen kann.

Allerdings bezieht sich der Lichtschutzfaktor lediglich auf die UVB Strahlung. Ob und inwieweit durch den Einsatz von pflanzlichen Ölen auch die UVA-Strahlung absorbiert wird, ist nicht belegt.

Sonnencreme selber machen

Damit man nicht auf handelsübliche Sonnencreme angewiesen ist, kann man diese auch selbst herstellen. Um in Bezug auf UVA- und UVB-Strahlen einen höheren Lichtschutzfaktor erzielen zu können, ist man auf die Beigabe von mineralischen Pigmenten angewiesen. Diese Inhaltsstoffe stehen weiterhin in der Kritik und sind nicht ausreichend erforscht. Beim Kauf von Zinkoxid sollte man trotzdem darauf achten, dass die Partikel nicht kleiner als 100 nm sind, um einer möglichen Durchdringung entgegenzuwirken. Die Dosierung des Zinkoxids ist abhängig von dem gewünschten Lichtschutzfaktor.

Zutaten:

  • 30g Kokosöl
  • 24g Sheabutter
  • 3g Hanföl
  • 3g Vitamin-E-Öl
  • 30 tropfen ätherische Öle (100%), z.B. 15 Tropfen Lavendelöl und 15 Tropfen Eukalyptusöl oder auch nur 10 tropfen Eukalyptusöl und dazu noch 5 tropfen Minzöl
  • Zinkoxidpulver je nach gewünschtem LSF (siehe Tabelle)
LichtschutzfaktorZinkoxid (Anteil)
Für LSF 2 bis 55%
Für LSF 6 bis 1110%
Für LSF 12 bis 1915%
Für LSF 20 und höher20%

Zur Herstellung der Sonnencreme, bereite ein Wasserbad vor und gib Kokosöl, Sheabutter sowie das Hanföl hinein. Erhitze das Wasser vorsichtig, bis alles geschmolzen ist und nimm die Öle anschließend aus dem Bad. Lass dann alles ein wenig abkühlen. Zieh eine Staubmaske an damit du den Zinkoxidstaub nicht einatmest (wichtig!). Miss das Zinkoxid ab und gib es mit dem Vitamin-E-Öl und den ätherischen Ölen zum Mix dazu. Rühre alles gut unter. Dann fülle alles in ein Dunkelglasgefäß oder einen Cremetiegel und lege es in den Kühlschrank. Das ganze hält etwa 6 Monate wenn es kühl und dunkel gelagert wird.

Natürlicher Sonnenschutz von innen heraus

Übrigens schützen bestimmte Inhaltsstoffe auch unsere Haut von innen heraus. Beispielsweise Carotinoide, die wir als natürliche Pigmente über unsere Nahrung einnehmen. Sie erhöhen unseren körpereigenen Lichtschutzfaktor bzw. verringern die Empfindlichkeit unserer Haut gegen UV-Strahlung. Um davon zu profitieren, sollten wir also ausreichend Obst und Gemüse essen. Carotinoide kommen nicht nur in roten und gelben Früchten vor. Sie stecken auch in grünen Gemüsearten wie Brokkoli, Erbsen oder Bohnen. In Bezug auf eine vor Sonne schützende Eigenschaft, stellt Astaxanthin ein besonders wertvolles Carotinoid dar. Es kommt ursprünglich in roten Algen vor und schützt diese vor Schäden durch UV-Strahlung. Studien eines US-Warentestlabors zeigten, dass es durch die Einnahme von Astaxanthin zu einer statistisch signifikanten Verbesserung des hauteigenen Sonnenschutzes bei den Probanden kam. Außerdem zeigen Untersuchungen, dass 55 Gramm Tomatenmark pro Tag den natürlichen Sonnenschutz der Haut um 33 Prozent erhöhen kann. Dieses Phänomen ist offenbar auf die Wirkung von Lycopin (auch Lycopen) – einem sekundären Pflanzenstoff – zurückzuführen.