Sinnliche Anwendung von CBD als Massageöl bei Muskelschmerzen

Titelbild: Jürgen Rübig auf Pixabay

CBD kann innerlich wie äußerlich angewandt werden. Diverse Cremes und Salben helfen bei Schmerzen, Hauterkrankungen und unterstützen die Wundheilung. Wer es ein bisschen sinnlicher mag, kann auch auf CBD-Massageöl zurückgreifen. Die Herstellung davon geht schnell und ist zudem auch noch kinderleicht. Je nach Bedarf lässt sich das Massageöl durch die Zugabe von weiteren Kräutern und Aromen verfeinern und für den individuellen Bedarf anpassen.

CBD – eine Wohltat für deinen Körper

Die unzähligen medizinisch wertvollen Eigenschaften der Cannabispflanze können sowohl durch eine innerliche als auch durch eine äußerliche Anwendung bei einer Vielzahl an Beschwerden unterstützend wirken. Grund dafür sind unter anderem die in der Pflanze enthaltenen Cannabinoide, wie zum Beispiel CBD. Dieser Wirkstoff ist nicht psychoaktiv, weshalb eine Behandlung mit CBD zu keinem „high“ führen kann. Jedoch kann er bei Hautkrankheiten zur Genesung verhelfen oder Schmerzen entgegenwirken. Durch das Auftragen des Wirkstoffes auf die Haut wird dieser über die verschiedenen Hautschichten aufgenommen und wirkt direkt an der betroffenen Stelle. Eine medizinische Behandlung wird meistens in Form von Cremes und Salben durchgeführt, wieso aber nicht die wohltuende Wirkung mit einer entspannenden Massage verbinden?

Massage hilft bei Muskelschmerzen

650 Muskeln sind im gesamten menschlichen Körper verteilt. Jeder einzelne davon übernimmt eine bestimmte Aufgabe. Werden die Muskeln überanstrengt, kommt es zu lästigen Muskelschmerzen. Wer kennt nicht den schmerzenden Gang die Treppe hinauf nach einem ausdauernden Lauf? Aber auch ein schlechtes Kissen im Bett kann schnell zu einem schmerzverzerrten Gesicht am Morgen danach führen. In etwa einem Drittel der Fälle sind einseitige Belastung und Verspannungen die Ursache für die Muskelschmerzen. Diese treten dann meistens lokal begrenzt an der überanstrengten oder verspannten Stelle des Muskels auf. Von ziehenden bis krampfartigen Schmerzen ist alles vertreten. Wenn die Ursache eine Verspannung beziehungsweise Überlastung darstellt, halten die Schmerzen meistens nur kurz an und sind einfach zu behandeln. Gerade bei Muskelschmerzen nach dem Sport bietet sich eine wohltuende Massage an. Selbst Profisportler setzen auf Massagen, da durch das massieren des Muskels innerhalb der Zellen vermehrt Aktin ausgestoßen wird. Aktin ist ein Strukturprotein und für das Gewebegerüst der Zellen zuständig. Durch die vermehrte Ausschüttung kann sich der Muskel ersichtlich schneller regenerieren, der Muskelkater wird vorgebeugt. Zudem soll eine Massage dabei helfen, dass übermäßig viele entzündungsfördernde Botenstoffe ausgeschüttet werden. Dadurch wird das Entzündungsrisiko gesenkt. Dieser Aspekt ist nicht nur für Sportler interessant, sondern auch für Menschen, die an Muskelerkrankungen leiden. Es gibt vergleichsweise wenige Personen, die daran erkrankt sind, trotzdem muss diese Diagnose ernst genommen werden. Die Betroffenen leiden unter anderem an Muskelschwäche und eben auch an starken Muskelschmerzen. Die Ursachen für Muskelerkrankungen sind unterschiedlich. Mal ist eine Entzündung der ausschlaggebende Faktor, die Krankheit kann aber auch genetisch bedingt sein. In diesen Fällen kann eine Massage keine alleinige Heilmethode darstellen. Allerdings kann damit den Muskelschmerzen der Patienten entgegengewirkt werden.

Cannabis Spa Time anstatt Chemiekeule

Dem nicht psychoaktiven Cannabinoid der Cannabispflanze, dem CBD, wir unter anderem eine entzündungshemmende und schmerzstillende Eigenschaft nachgesagt, was in zahlreichen Studien bereits nachgewiesen werden konnte. Demnach bietet es sich natürlich an, die wohltuende Massage bei Muskelschmerzen mit diesem natürlichen Wirkstoff zu verbinden. Somit kann eventuell auf chemische Alternativen verzichtet werden und der Schmerz auf eine natürliche Art und Weise behandelt werden. Zusätzlich schenkt man sich selbst oder einer anderen Person bewusste Aufmerksamkeit und Zärtlichkeit, was auch unabhängig von den Schmerzen ein angenehmer und oft viel zu kurz kommender Nebeneffekt ist.

CBD Massageöl – Grundrezept

Für das Grundrezept des CBD Massageöls bedarf es lediglich zwei Zutaten – Öl und CBD-Blüten. Easy!

Welches Öl du nimmst, ist abhängig von deinen persönlichen Empfindungen. Natürlich eignet sich dafür unter anderem auch Hanfsamenöl, Mandelöl oder Traubenkernöl. Da wir in unserem Basisrezept ein neutrales Öl verwenden wollen, greifen wir in diesem Fall auf folgende Zutaten zurück:

  • 250 ml Oliven-Öl
  • 3,5 g getrocknete CBD-Blüten

Für die weitere Zubereitung benötigst du noch eine große Pfanne, 720 ml Wasser und ein Baumwolltuch. Alternativ zum Baumwolltuch funktioniert auch ein feinmaschiges Sieb. Außerdem benötigst du zwei zuvor desinfiziertes Gefäße zum Umfüllen beziehungsweise Abfüllen des fertigen Öls. Zum Desinfizieren werden die Gläser für ca. 15 Minuten in kochendes Wasser gestellt und anschließend gut mit einem frischen Spültuch getrocknet.

Zu Beginn des Zubereitung bringst du in der Pfanne das Wasser zusammen mit dem Öl und den getrockneten CBD-Blüten langsam zum Köcheln. Die Mischung sollte dann ca. 60 bis 90 Minuten vor sich hin garen, aber nicht kochen! Du solltest in dieser Zeit immer wieder nach dem Gemisch schauen. Wir wollen nämlich nicht, dass das Öl die CBD-Blüten frittiert oder verbrennt. In diesem Fall verändert sich nicht nur das Aroma sondern auch der Effekt. Das Wasser sollte ausreichen, um dies während des ganzen Prozesses zu verhindern. Wenn es allerdings doch zu wenig Wasser wird, fülle noch etwas davon nach. Nach Ablauf der Zeit wird dann mit Hilfe des Baumwolltuches beziehungsweise des feinmaschigen Siebs das Wasser-Öl-Blüten – Gemisch in eines der dafür vorgesehene Gefäße gefiltert. Lass alle das Öl gut abtropfen, das kann eine bisschen dauern. Wenn du das Gemisch nun ohne es zu bewegen bei Zimmertemperatur stehen lässt, wirst du feststellen, dass sich nach einiger Zeit das Wasser vom Öl separiert hat. Da Öl leichter ist als Wasser bildet dieses nun die obere Schicht. Das ist für die Herstellung von CBD-Massageöl von Vorteil, denn wir wollen nun das Öl vom Wasser trennen. Im Chemie-Kurs hat man das mit Hilfe eines Scheidetrichters gemacht. In unserem Fall können wir das Gefäß mit der getrennten Mischung für ca. eine Stunde vorsichtig in den Gefrierschrank stellen. Anschließend kann das fest gewordene CBD-Öl mit einem angewärmten Löffel vom Wasser getrennt in das zweite vorbereitete Gefäß gefüllt werden. Das fertige CBD-Massageöl solltest du an einem kühlen und dunklen Ort über mehrere Wochen aufbewahren.

Dieses Grundrezept eignet sich besonders für sensible Haut, da es frei von jeglichen Zusatzstoffen ist. Nach Belieben kannst du diesem Grundrezept aber auch noch weitere Zutaten hinzufügen. Dazu eignet sich eine Vielzahl an Heilkräutern, Küchenkräutern und natürlichen Aromen. Dabei werden deiner Phantasie keine Grenzen gesetzt und du kannst das für dich passende Massageöl individuell zusammenstellen. Im Folgenden werden dir ein paar Variationen als Beispiele vorgestellt.

Entzündungshemmendes Zimt-CBD-Massageöl

Weihnachten ist zwar vorbei, trotzdem lohnt es sich aber das typische Weihnachtsgewürz wieder aus dem Schrank zu holen. Zimt riecht nicht nur gut sondern verfügt auch über diverse heilende Eigenschaften. Beispielsweise soll das Gewürz Pilzinfektionen entgegenwirken und hat wirkt ebenfalls entzündungshemmend. Gemeinsam ergänzen und unterstützen sich die natürlichen Wirkstoffe, weshalb eine äußerliche Anwendung bei Schmerzen, Entzündungen, Arthritis und Rheuma empfohlen wird.

Zur Zubereitung dieser Variante wird dem Grundrezept entweder 4 g Zimtpulver beigemengt oder 5 ganze Zimtstangen. Beides kann zu Beginn mit in die Pfanne gegeben und mitgegart werden. Die Zimtstangen beim Prozess des Abfüllens dann auch entnehmen.

Wärmendes CBD-Massageöl

Zuvor wurde die heilende Wirkung von Zimt thematisiert. Wusstest du, dass Zimt daneben auch noch eine wärmebildende Wirkung auf der Haut hat? Zimtcremes helfen dabei kalte Füße wieder aufzuwärmen. Und deswegen ist Zimt auch eine von dreien weiteren Zutaten für ein wärmendes CBD-Massageöl. Allgemein ist es immer schöner mit einem warmen Öl massiert zu werden, anstatt plötzlich kalte Hände auf der Haut zu spüren. Wärme fördert außerdem die Durchblutung und damit auch den Stoffwechsel, weshalb eine Behandlung mit Wärme bei beispielsweise langanhaltenden Rückenschmerzen sinnvoll ist. Auch bei Muskelkater, der sich über mehrere Tage zieht kann Wärme dabei helfen, dass die Muskeln sich wieder entspannen.

Neben dem Zimt (2 g Zimtpulver) wird dem Grundrezept direkt zu Beginn noch ½ Teelöffel Cayenne Pfeffer hinzugefügt. Auch ein Stück (15 g) frische Ingwerwurzel oder 5 g Ingwerpulver werden beigemischt. Bei diesem würzigen CBD-Massageöl solltest du unbedingt darauf achten, dass du dir nicht aus Versehen damit in die Augen fasst. Auch der Kontakt mit Schleimhäuten ist nicht zu Empfehlen.

Kühlendes CBD-Massageöl

Nicht immer ist die Behandlung mit Wärme eine gute Idee. Handelt es sich um eine Schmerzen aufgrund einer Verletzung beziehungsweise Überlastung oder Verspannung, die gerade erst aufgetreten ist oder die in der Entzündungsphase entstehen (3 Tage nach dem Auftreten der Verletzung), sollte dies gekühlt werden. Dies hat den Hintergrund, dass Kälte prinzipiell Schmerzen hemmt und die Durchblutung verringert. In beiden Fällen wird aber die Entspannung erhöht.

Um ein kühlendes Massageöl herzustellen, wird das Grundrezept mit erfrischenden Kräutern gespickt. Dazu zählen Thymian, Majoran, Kamille und natürlich Minze. Die Kräuter werden ebenfalls in getrockneter Form und nach Belieben dem Gemisch zu Beginn beigemengt.

Sommerlich frisches CBD-Massageöl

Zuletzt noch ein Rezept für ein CBD-Massageöl, welches den Sommer einleitet und mit seinem erfrischenden Duft überzeugen wird. Dazu verwenden wir eine uralte und mysteriöse Frucht, die äußerlich einer gelben Minikrake ähnelt. Es handelt sich um Buddhas Hand, die Mutter der Zitronen und damit eine absolute Bereicherung was ihr Aroma angeht. In Deutschland findet man diese seltene Zitrusfrucht meistens nur auf Vorbestellung. Wenn einem der Aufwand zu viel ist, kann man für dieses Rezept auch auf eine andere Zitrusfrucht zurückgreifen.

Für die Zubereitung also Buddhas Hand sowie eine normale Zitrone, eine Orange, frische Minze und Rosenblätter dem Wasser-Öl-Blüten – Gemisch beimischen und zusammen erhitzen. Alternativ kann man auch auf fertige Zitrusöle zurückgreifen, welche dann nach dem Garen zu dem Gemisch gegeben werden.

Jedes Rezept für sich kann individuell angepasst und gestaltet werden. Verwende je nach Situation die für dich passenden Zusätze. Die natürlichen Massageöle sind frei von jeglichen Zusätzen und eignen sich demnach auch für sensible Hauttypen. Solltest du noch auf der Suche nach einem selbstgemachten Geschenk für den Partner beziehungsweise die Partnerin sein, kannst du ein ganz individuelles Massageöl herstellen.

P.S. Valentinstag steht vor der Tür 🙂