Plastik auf Hanfbasis

Titelbild: Hans Braxmeier auf Pixabay

Hanfplastik ist das ultimative Material der Zukunft, leicht und biologisch abbaubar. Hanfprodukte nutzen auch der Reduzierung des Treibhauseffektes.

Nachdem die Fasern aus den Hanfstängeln entfernt wurden, besteht der restliche Teil zu 77 % aus Zellulose, einem in Bäumen und Pflanzen vorhandenen Baustoff, aus dem sich biologisch abbaubares Plastik herstellen lässt. Hanf wächst von Natur aus wie Unkraut und ist somit ein sehr effizientes Gewächs für diese nachhaltigen Kunststoffarten, die auch ‘Bioplastik’ genannt werden. Sie sind leicht, biologisch abbaubar und können als Ersatz für eine Vielzahl von petrochemischen Kunststoffarten (Kunststoff auf der Grundlage von Öl) dienen.

Reduzierung des Treibhauseffektes

Hanfplastik und andere Hanfprodukte können zur Reduzierung des Treibhauseffektes beitragen, weil Hanf sozusagen den schädlichen Kohlenstoff aufsaugt. Während des Wachstums absorbiert der Hanf das umweltschädliche Kohlenstoffdioxid (CO2), wobei er den Kohlenstoff (das Grundelement aller Pflanzen und Tiere) aus der Erdatmosphäre festhält und Sauerstoff freisetzt. Durch die Verwendung von Hanf für die Herstellung von langlebigen Materialien wird verhindert, dass dieser Kohlenstoff wieder als CO2 in die Luft gelangt. So wird der Erderwärmung entgegengewirkt, wohingegen die Produktion von Kunststoffen aus Erdöl einen höheren CO2-Ausstoß und giftige Nebenprodukte zur Folge hat.

Das Hanfauto von Henry Ford

Hanfplastik ist jedoch kein neues Produkt. Für die Produktion der allerersten Kunststoffarten war Hanf wegen seines hohen Zellulosegehalts unverzichtbar. Der berühmte Autohersteller Henry Ford glaubte hoch und heilig an die Pflanze:

„Warum sollten wir Wälder abholzen, die für ihr Wachstum Jahrhunderte gebraucht haben und Rohstoffminen erschöpfen, die sich in unzähligen Jahren gebildet haben, wenn wir jährlich das Äquivalent von Wald- und Bergwerksprodukten auf einem Hanffeld ernten können?“

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