Natürliche Hilfe bei Sonnenbrand

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Dass zu viel Sonne schlecht für unsere Haut ist, weiß so ziemlich jeder. Doch manchmal ist entweder die Versuchung zu groß, doch noch eine Runde länger auf dem See zu paddeln oder es ist aufgrund von Arbeiten im Freien unumgänglich, länger in der Sonne zu bleiben. Dann ist es schnell um unsere Haut geschehen und am Abend bemerkt man die roten Stellen und einen leichten Schmerz bei Berührungen dieser. Sonnenbrand, eine unangenehme Erfahrung, die nicht zu unterschätzen ist. Es sieht blöd aus, ist lästig und schmerzt. Doch hinter den äußerlich erkennbaren Schäden der Haut, steckt außerdem die Gefahr, an Hautkrebs zu erkranken. Diese Erinnerung möchte man also ungern von einem schönen Tag am Strand oder See mit nach Hause nehmen. Doch was, wenn es doch passiert ist und sich die natürliche Hautfarbe in Richtung Alarmfarbe verändert hat. Wie kann man am besten den Sonnenbrand behandeln und was hilft der Haut bei der Anstehenden Regeneration?

Was passiert mit unserer Haut bei zu viel Sonne

Unsere Haut führt einen ständigen Abwehrkampf gegen die Sonnenstrahlen. Die Pigmentzellen in der Oberhaut reagieren als erstes. Sie produzieren mehr Farbstoff und schicken diesen an die Hautzellen. Die Farbe soll dazu dienen, deren Zellkerne zu schützen. Hält die UV Strahlung weiter an, tragen einige Hautzellen trotzdem Schaden. Erneut reagiert die Haut und lässt die beschädigten Hautzellen absterben. Dadurch wird die Haut dünner und ist entzündet. Äußerlich erkennbar ist dieses Stadium durch die beginnende Röte auf der Haut, dem Sonnenbrand.

Neben den Pigmentzellen, werden allerdings auch die Basalzellen von den UV-Strahlen getroffen. Durch die ständige Teilung dieser bilden sie neue Hautzellen aus. Die Energie der Sonnenstrahlung ist jedoch für eine Beschädigung der Erbinformation, der DNA, in den Basalzellen verantwortlich. Aufgrund dessen schickt die Zelle Enzyme an die entsprechende Stelle, um den Schaden zu reparieren. Diese Enzyme kontrollieren ständig die DNA, um bei erkanntem Schaden Hilfe zu leisten. Doch leider erkennen die Enzyme nicht jeden Schaden, es entstehen bleibende Fehler in der Erbinformation. Kommt es nun zu einer Zellteilung, teilt sich auch die DNA. Die Basalzelle gibt somit unbeabsichtigt den Fehler an die neue Zelle weiter. Die neue Zelle bildet auf Basis der übermittelten Erbinformation eine neue DNA, die nun jedoch verändert ist. Durch diesen Vorgang merkt sich unsere Haut den Sonnenbrand. Je häufiger es zu einem solchen kommt, desto mehr Schäden lassen sich in der DNA verzeichnen. Mit jedem Sonnenbrand steigt nämlich das Fehlerrisiko. Mehrere Veränderungen in bestimmten Genabschnitten, können im Laufe der Zeit zu Hautkrebs führen. Dies ist der Oberbegriff für unterschiedliche Erkrankungen der Haut, die als bösartige Hautveränderungen zusammengefasst werden können. Bei Hautkrebs handelt es sich um die häufigste Krebsart. Die am meisten vertretenen Erscheinungsformen sind „weißer Hautkrebs“ und der weitaus gefährlichere „schwarze Hautkrebs“.

Der dritte Schauplatz im Kampf gegen die UV-Strahlung liegt noch tiefer – in der Lederhaut. Die Zellen der Lederhaut sind für die Produktion des Bindegewebes zuständig. Dieses besteht beispielsweise aus zugfesten Kollagenfasern aus Kollagenfibrillen, die als stabile Fasern im extrazellulären Bindegewebe angesiedelt sind. Sie sind dafür verantwortlich, dass die Haut glatt und prall erscheint und damit die Grundlage, für eine faltenfreie Haut. Kommt es in diesem Hautabschnitt zu einer Zellschädigung durch die UV-Strahlen, nimmt ihre Funktionsfähigkeit vorzeitig ab. Sie sterben ab. Dadurch wird das Bindegewebe weniger und spröder. Die Haut trocknet aus und Falten entstehen. Falten sind somit nicht nur als Zeichen des voranschreitenden Alters anzusehen, sondern auch als Reaktion auf die Sonne.

Was tun bei Sonnenbrand?!

Um dem gesundheitlichen Risiko durch vermehrte Sonneneinstrahlung entgegenzuwirken, ist natürlich der Einsatz von entsprechendem Sonnenschutz unumgänglich. Möglichst die Mittagssonne umgehen, den Schatten aufsuchen und die Haut mit ausreichend Sonnenschutzmittel versorgen. Doch was, wenn es doch passiert ist? Bei einem Sonnenbrand handelt es sich meistens um eine Verbrennung ersten oder zweiten Grades. Schmerzen und Leid sind also vorprogrammiert. Wie behandelt man aber nun am besten den Sonnenbrand, um die Haut bestmöglich bei der Abheilung zu unterstützen und den Schmerzen entgegenzuwirken?

Meistens kündigt sich ein Sonnenbrand vorher an. Durch eine leichte Rötung der Haut nach intensiver Sonneneinstrahlung kann man erkennen, dass die Gefahr eines Sonnenbrandes entsteht. In der Regel vergehen vier bis sechs Stunden, bis sich der Sonnenbrand so richtig entwickelt hat. Handelt man also sofort nachdem man die leichte Rötung auf der Haut erkennt, bestehen gute Chancen, dass der Schaden begrenzt und der Leidensweg verkürzt wird. Im besten Fall duscht man sich kurz ab um den Körper abzukühlen und cremt diesen im Anschluss sorgfältig ein. Das Eincremen sollte in regelmäßigen Abständen wiederholt werden. Diese Behandlung verhindert nicht, dass die geschädigten Hautzellen absterben und vom Körper abgestoßen werden, in dem sich die Haut schält. Trotzdem wird die Haut dadurch mit wiederkehrender Feuchtigkeit versorgt. Parallel dazu kann man die Haut entweder durch die Anwendung kühlender Cremes oder durch ein kaltes nasses Handtuch weiter kühlen. Auf Eis oder Kühlpacks sollte man jedoch verzichten, da die starke Kälte der Haut noch mehr schadet. Auch Quark ist kein geeignetes Hausmittel zur Kühlung bei Sonnenbrand, da das Milchprodukt Bakterien enthält, die nur zu weiteren Entzündungen auf der Haut führen können.

Der nächste Punkt beschreibt eine ausreichende Feuchtigkeitszufuhr von innen heraus – ausreichend Trinken. Generell ist es für den Körper wichtig, genug Flüssigkeit aufzunehmen. Ganz besonders an heißen Tagen mit viel Sonne. Durch den Entzündungsprozess der Haut ist diese noch zusätzlich erwärmt und verliert somit weitaus mehr Flüssigkeit als sonst. Generell kann es sein, dass der ganze Körper unter der extremen Sonneneinstrahlung leidet und sich eine richtige Hitzekrankheit entwickelt. Kopfschmerzen und Übelkeit sind dabei bekannte Begleiterscheinungen. In diesen Fällen ist es noch wichtiger, den Körper mit ausreichend Flüssigkeit zu versorgen, besonders bei Kindern. Dazu können neben Wasser auch isotonische Getränke und Saftschorlen mit ein wenig Salz verwendet werden. Dies hat den Hintergrund, dass nicht nur ausreichend Flüssigkeit sondern auch die notwendigen Elektrolyte im Körper vorhanden sind.

Des Weiteren empfehlen Ärzte, zusätzlich auf solche Schmerzmittel zurückzugreifen, die man auch bei Kopfschmerzen verwendet. Dabei geht es primär nicht um die Behandlung der gefühlten Schmerzen sondern um die entzündungshemmende Wirkung der Medikamente. Bei einem Sonnenbrand läuft ein Entzündungsprozess ab, welcher durch die Zugabe der Medikamente allgemeint verringert werden kann. Sollte man die Verwendung von Medikamenten in Betracht ziehen, ist es immer ratsam, sich vorher bei einem Arzt oder Apotheker zu erkundigen, welches Medikament am besten dafür geeignet ist. Idealerweise ist der Sonnenbrand aber erst gar nicht so schlimm, dass man darauf überhaupt zurückgreifen sollte. Ist er das doch, ist der Gang zum Arzt in jedem Fall empfehlenswert. Ein kompletter Kinderrücken mit Sonnenbrand bedeckt, heißt im Verhältnis, dass ca. 20% der Hautoberfläche betroffen sind. Das ist eine enorme gesundheitliche Herausforderung für einen Kinderkörper, ebenso bei Erwachsenen. Kommt es zu Brandblasen, sollten diese in keinem Fall aufgestochen oder abgezogen werden. Ebenso wenig Haut, die sich großflächig abschält. Am besten in Ruhe lassen und einen Arzt aufsuchen, damit das Risiko möglichst gering gehalten wird, eine weitere Entzündung hervorzurufen.

Unterstützung bei der Regeneration der Haut

Im Handel sind diverse Lotionen und Cremes vertreten, die zur Behandlung nach dem Sonnenbad angepriesen werden. Die Zusätze in solchen Cremes, sollen der Haut dabei helfen, die Situation wieder schneller und besser in den Griff zu bekommen. Dazu zählen beispielsweise Vitamin C und Vitamin E. Allerdings sollte man bedenken, dass die herkömmlichen Cremes und Gels aufgrund ihrer meist synthetischen Inhaltsstoffen den Körper noch zusätzlich irritieren können.

Natürliche Maßnahmen um Sonnenbrand zu behandeln

Wenn man nicht auf die handelsüblichen Medikamente und Cremes zurückgreifen möchte, bieten sich natürliche Maßnahmen zur Behandlung von Sonnenbrand und der damit verbundenen Beschleunigung der Regeneration der Haut an, ohne diese gleichzeitig zu belasten.

Die Aloe Vera Pflanze zählt zu den ältesten Heilpflanzen der Menschheit. Sie eignet sich hervorragend bei Hautproblemen unterschiedlicher Art. Beispielsweise können durch ihren Einsatz die Nebenwirkungen in Form von Hautschäden durch die Strahlentherapie im Einsatz gegen Krebs gemildert werden. Außerdem wir die Heilung der beschädigten Haut beschleunigt. Bei Sonnenbrand handelt es sich um eine vergleichbare Folge einer Strahlentherapie, weshalb das Gel der Aloe Vera auch hier hilfreich sein kann. Man sollte dieses mehrmals täglich auf die betroffenen Stellen auftragen. Dadurch werden Juckreiz und Schmerzen gelindert sowie die Haut zusätzlich gekühlt.

Einen weiteren beruhigenden Effekt bietet Natron. Das basische Pulver kann als Erste-Hilfe-Maßnahme bei Sonnenbrand eingesetzt werden. Dazu ein Teelöffel Natron mit einem Liter Wasser mischen und ein Tuch darin tränken. Alternativ kann man auch ein ganzes T-Shirt darin einweichen und anschließend anziehen, sollte sich der Sonnenbrand auf dem Oberkörper befinden.

Das Protein Elastin sorgt für die Elastizität unserer Haut. Organischer Schwefel (MSM) bildet einen Grundbaustein dieses Proteins. Um möglichst schnell neue und vor allem gesunde Hautzellen auszubilden, ist der Körper auf eine ausreichende Versorgung mit Schwefel angewiesen. Durch die vermehrte Produktion von Elastin fühlt sich die Haut nach dem Sonnenbrand bald wieder weich, glatt und elastisch an. MSM-Gel liefert dem Körper Schwefel in Verbindung mit Feuchtigkeit. Durch die Haut wird dieser absorbiert und sofort bei der Elastinbildung eingesetzt. Das MSM-Gel kann mehrmals täglich auf die verbrannte Haut aufgetragen werden. Die Haut kann schneller regenerieren und wird zusätzlich gekühlt. Demnach bietet sich das Geld als natürliche Alternative zu herkömmlichem After Sun an.

Außerdem gilt schwarzer Tee als bewährtes Hausmittel bei Sonnenbrand. Dafür verantwortlich sind sie im Tee vorhandenen Gerbstoff, welche bei äußerer Anwendung zusammenziehend wirken. Sie legen sich sozusagen als eine Art Schutzfilm auf die gerötete Haut und verschaffen somit Linderung. Dazu einfach ein in Schwarztee getränktes Tuch auf den Sonnenbrand auflegen und einwirken lassen.

Doch nicht nur äußerlich kann man auf natürliche Weise die Haut bei der Regeneration unterstützen. Durch eine antioxidantienreiche Ernährung kann man auch einen innerlichen Beitrag leisten, indem man die körpereigenen Schutzmechanismen unterstützt und stärkt. Die Antioxidantien schützen die Hautzellen vor freien Radikalen, welche unter anderem durch die Sonneneinstrahlung entstehen. Zu solch wertvollen Antioxidantien gehören unter anderem Carotinoide. Hierbei handelt es sich um rote oder orangefarbene Pflanzenfarbstoffe, die in diverser Gemüse- und Obstsorten stecken. Beispielsweise vorhanden in Karotten, Grapefruit, Tomaten sowie gelben und roten Paprikas. Ein weiteres Antioxidans ist CBD. Bisher hat man die Vitamine C und E für die stärksten Antioxidantien gehalten. Es zeigt sich allerdings, dass Cannabinoide zu den besten Quellen für Antioxidantien gehören.

Auch CBD hilft bei Sonnenbrand

Die antioxidative Wirkung von CBD ist auf dessen Molekülstruktur zurückzuführen. CBD verfügt über ein freies Sauerstoffatom, welches freie Radikale an sich bindet und damit neutralisiert.

Doch nicht nur innerlich kann das Cannabinoid bei Sonnenbrand unterstützen. Es herrscht bereits eine Vielzahl an Kosmetikartikeln, die CBD aufgrund seiner vielseitigen Wirkung als Inhaltsstoff integrieren. Eine äußerliche Anwendung wird bei diversen Hautkrankheiten, Schmerzen und allgemein trockener Haut empfohlen. Auch bei Sonnenbrand. Cannabidiol wirkt sich beruhigend und vor allem entzündungshemmend auf die Haut aus. Die entzündungshemmende Eigenschaft von CBD ist bereits durch Studien bestätigt und wird bei unterschiedlichen Beschwerden genutzt. Übelkeit, Krampfanfälle, Arthritis und geschwollene Gelenke können mit CBD erfolgreich behandelt werden. Da es sich bei einem Sonnenbrand ebenfalls um eine Entzündung handelt, ist diese Eigenschaft von großem Vorteil. Rötungen in den betroffenen Bereichen können durch den Einsatz von CBD reduziert und die damit verbundenen Schmerzen sollen ebenfalls gelindert werden.

Zudem wird die Haut mit essentiellen Fettsäuren im CBD-Öl versorgt. Diese sollen den natürlichen Lipiden des Körpers sehr ähnlich sein, welche zum Transport von Vitaminen sowie zur Körperisolierung verwendet werden und für den Abbau von Cholesterin wichtig sind. CBD-Öl hilft bei der Zellreparatur und unterstützt die Haut somit bei der Regeneration. Das Wachstum der Hautzellen nach UV-Schäden soll durch den Wirkstoff unterstützt werden. Außerdem hat das Öl antibakterielle Eigenschaften. Somit wird die geschädigte Haut vor weiteren Infektionen geschützt.

Die Anwendung von CBD auf der Haut

Zur Anwendung von CBD bei Sonnenbrand wird das Öl auf die betroffene Stelle aufgetragen. Alternativ können mit CBD angereicherte Lotionen, Balsamen, Salben und Cremes verwendet werden. Bevor das entsprechende Mittel großzügig und in mehreren Schichten auf die betroffene Haut aufgetragen wird, sollte diese vorsichtig gereinigt werden. Nebenwirkungen durch die Anwendung sind kaum zu befürchten. Das CBD-Öl enthält außerdem keine schädlichen Chemikalien, die unserer Haut noch mehr Schaden zufügen könnten.

Bei den vielen Behandlungsmöglichkeiten von Sonnenbrand darf eine Sache in keinem Fall missachtet werden: Die Sonne ist ab jetzt tabu. Egal wieviel man sich einschmiert, trinkt und kühlt. Das schlimmste für die Haut ist in dem Stadium, erneut der Sonne ausgesetzt zu werden.