Warum nicht auch Kochen mit CBD?

Titelbild: David Mark auf Pixabay

Wer einmal die Vorteile von CBD für sich entdeckt hat, fragt sich vielleicht, was man noch so damit anstellen kann. Auf klassischem Weg wird das CBD in Form von Ölen sublingual, also über die Schleimhäute unter der Zunge, eingenommen oder auch vaporisiert. Warum nicht aber auch den klassischen Hasch-Brownie aufgreifen – jedoch ohne davon high zu werden? Backen und Kochen mit CBD ist relativ einfach und ermöglicht eine länger anhaltende Wirkung des nicht psychoaktiven Cannabinoids als durch andere Konsummöglichkeiten.

Bestimmung der notwendigen CBD-Menge zum Backen und Kochen

Um dein CBD – Gericht in vollen Zügen genießen zu können, bedarf es zuvor einiger Überlegungen. Im ersten Schritt muss eine CBD-Quelle gewählt werden. Also ein Produkt oder ein Rohstoff, in welchem der Wirkstoff enthalten ist. Bestenfalls greift man hierbei auf das Urmaterial der Pflanze zurück. Dafür eignen sich Blüten oder Harze. Auch die Verwendung von CBD-Kristallen oder fertigen CBD-Ölen ist möglich. Letzteres ist in der Anwendung am unkompliziertesten, da insbesondere eine genaue Messung der gewünschten CBD-Konzentration innerhalb jeder Portionsgröße der Back- und Kocherzeugnisse möglich ist. Welche Menge letztendlich notwendig ist, um den gewünschten Wirkstoffgehalt zu erfassen, muss im nächsten Schritt entschieden werden. Pro Portion ist ein ungefährer Wirkstoffgehalt von 20-40mg CBD anzustreben. In manchen Fällen kann auch eine höhere Dosierung sinnvoll sein. Je nachdem für welche CBD-Quelle man sich entscheidet, muss man die Menge des Produktes oder Rohstoffes anpassen.

Entscheidet man sich für die Verwendung von Blüten und Harzen, kann man den Händler seines Vertrauens nach einem Analysebericht der Produkte fragen, um hinsichtlich des enthaltenen Wirkstoffgehaltes auf Nummer sicher zu gehen. In diesem werden die enthaltenen Wirkstoffe genau aufgegliedert und deren Gehalt angegeben. Seriöse Händler sollten diesen Bericht auf Anfrage für gewöhnlich auch vorweisen.

Außerdem sollte die Portionsgröße bei der Bestimmung der notwendigen Menge beachtet werden. Macht man beispielsweise einen Teig für Cookies, ist im vorhinein zu klären, wie viele Cookies daraus letztendlich entstehen. Denn je nachdem was der gewünschte CBD-Gehalt eines einzelnen Cookies sein soll, muss diese Menge auf den gesamten Teig hochgerechnet und angepasst werden.

Vorbereitungen treffen – CBD dem Körper zugänglich machen

Tatsächlich bedarf es keiner Meisterausbildung um mit CBD zu kochen oder zu backen. Ja nachdem welche CBD Quelle verwendet wird, müssen allerdings zuvor wenige Vorbereitungen getroffen werden. Diese dienen in erster Linie dazu, das CBD dem Körper zugänglich zu machen. Andernfalls wäre eine Verwendung in der Küche wirkungslos.

Hat man sich nun beispielsweise für die Verwendung von CBD-Blüten entschieden und die entsprechende Menge bestimmt, muss nun der Wirkstoff aus den Blüten extrahiert und dem Körperzugänglich gemacht werden. CBD ist sowohl fett- als auch alkohollöslich. Die Bioverfügbarkeit von CBD ist bei der oralen Einnahme um mehr als das Vielfaches erhöht, wenn der Wirkstoff in Kombination mit fettreichem Essen verabreicht wird. Zu diesem Ergebnis kamen britische Forscher innerhalb ihrer Studie. Grund dafür sei eine zusätzliche Sekretion von Gallensäuren im Darm, welche durch das Fett angeregt wird. Diese Säuren lösen lipophile Substanzen, wie zum Beispiel CBD. Außerdem wird das Pfortadersystem der Leber und der damit verbundene First-Pass-Effekt in der Leber umgangen. Für die Verwendung von CBD zum Kochen und Backen bietet sich somit die Weiterverarbeitung mit Fett an. Prädestiniert dafür ist die oftmals verwendete Butter (oder Margarine). Grundsätzlich ist aber jede Form von Fett möglich. Wieviel Fett verwendet werden sollte, ist zum einen abhängig von dem Rezept und zum anderen von dem Wirkstoffgehalt der Blüten. Orientieren kann man sich an der Faustformel, dass jedes Gramm CBD – Blüten in ungefähr 20 Gramm Fett gelöst werden sollte. Das Fett wird dann zusammen mit den Blüten leicht erhitzt, am besten in einem Wasserbad. Das Gemisch sollte etwa eine Stunde im Wasserbad köcheln, damit sich das CBD herauslöst. Entsprechend der persönlichen Vorliebe, können die verkochten Blütenreste anschließend abgeseiht werden oder nicht. Der Wirkstoffgehalt wird dadurch nicht beeinflusst. Zum Abseihen eignet sich prinzipiell jedes feinmaschige Sieb. Alternativ können Teefilter verwendet werden. Entscheidet man sich gegen das Abseihen, sind die Gerichte etwas würziger im Geschmack.

Das entstandene CBD – Fett bildet das Ausgangsmaterial, welches nun zum Backen und Kochen verwendet werden kann. Will man auf die Vorangestellte Prozedur verzichten und fertige CBD – Öle verwenden, muss genau auf die Dosierung geachtet werden. Die Öle sind sehr hochkonzentriert, weshalb kleinere Mengen verwendet werden. Prinzipiell eignet sich so ziemlich jedes Gericht, um mit CBD verfeinert zu werden. Besonders bieten sich Kekse für einen wirkungsvollen Snack an. Es lohnt sich allerdings nicht nur, für sich selbst nach schmackhaften und wirkungsvollen CBD Rezepten zu suchen. Der Einsatz der nicht psychoaktiven Wirkstoffes kann nämlich auch hilfreich für unsere geliebten Vierbeiner sein. Wie wäre es also mit selbstgebackenen Hunde Leckerchen mit CBD? Die Wirkung ist ähnlich der auf unseren Körper. Viele Tierärzte empfehlen CBD sogar als eine natürliche Alternative zu konventionellen Medikamenten. Die Dosierung sollte jedoch stets mit dem zuständigen Tierarzt besprochen werden. Zu Beginn sollte die Dosis möglichst niedrig gehalten werden und erst nach mehreren Wochen gesteigert werden.

Was man beim Backen mit CBD beachten sollte

Bei der Entscheidung für eine geeignete CBD – Quelle ist der jeweilige Eigengeschmack zu berücksichtigen. Je nachdem welche Gerichte in der Küche gezaubert werden sollen, bietet sich eine milde oder besonders würzige Variante an. CBD – Blüten zeichnen sich beispielsweise durch einen besonders würzig-nussigen Geschmack aus. Dieser wiederum eignet sich unter anderem für schmackhafte Backwaren wie Muffins, Brownies oder Kekse, die mit Zartbitterschokolade zubereitet werden. Doch auch deftige Speisen wie Nudelgerichten mit Pesto oder solche aus der nordafrikanischen und indischen Küche, harmonieren gut mit dem würzigen Hanfgeschmack.

Bei der Verwendung von CBD zum Kochen und Backen sollte vor allem die notwendige Temperatur im Auge behalten werden. Der Siedepunkt von CBD liegt nämlich bei 160-180 Grad Celsius. Wird der Wirkstoff über einen längeren Zeitraum höheren Temperatur ausgesetzt, kann es passieren, dass das CBD verdunstet und die Backwaren und Kocherzeugnisse letztendlich die gewünschte Wirksamkeit verlieren. Aus diesem Grund wird auch das Kochen im Wasserbad empfohlen. Soll das CBD – Fett zum Backen verwendet werden, sollte der Backofen nicht stärker als 140 150 Grad Celsius erhitzt werden.

Auch die Lagerung von CBD-Backwaren ist für die spätere Wirkung entscheidend. CBD-Kristalle sind beispielsweise extrem licht- und wärmeempfindlich. Für die Backwaren eigenen sich somit kühle und dunkle Orte am besten. Ein Platz im Kühlschrank wäre ideal. Geht der Wirkstoffgehalt durch unsachgemäße Lagerung verloren, wäre es schade um den Aufwand.