Henry Ford erfand Autos aus Hanfplastik, die mit Hanfölkraftstoff liefen

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Die Technologie hat sich bis ins 21. Jahrhundert sprunghaft entwickelt, unser Leben ist immer bequemer geworden, die Geräte und Maschinen verrichten die Arbeit, die früher die Unterprivilegierten für Hungerlohn machen mussten und manches elektronische Gerät ist heute wesentlich smarter als sein Besitzer. Im 20. Jahrhundert war die Technologie noch in den Kinderschuhen und weit entfernt davon, wo sie jetzt steht. Damals löste man die Probleme mit Mechanik und immer besseren und ausgefeilteren mechanischen Maschinen oder mit Chemie. Die Stoffe waren Eisen, Stahl, Holz, Keramik, Glas und die bekannten Metalle. Die Batterien arbeiteten mit Zink und Kohle. Seltene Erden, wie wir sie heute brauchen, um all die kleinen, platzsparenden, superintelligenten Gerätchen zu bauen, Halbleiter und superleitfähige Materialien … davon ahnte man damals noch nichts.

Das Auto: Neue, persönliche Freiheit und Wirtschaftsmotor

Anders als heute war es damals aber ein Jahrhundert, in dem gewaltige Umwälzungen und Erneuerungen geschahen. Die Industrialisierung ging mit Riesenschritten vorwärts, die Menschheit legte die rasanteste Entwicklung hin und feierte den Erfindergeist und sich selbst. Diese Aufbruchstimmung beflügelte immer mehr erfinderische Geister. Erfindungen, die das Leben der Menschen von Grund auf änderten, waren das Automobil und die Eisenbahn, später kam das Flugzeug dazu.

Plötzlich schrumpften die Entfernungen gewaltig. Die persönliche Freiheit, auf diesem Planeten Reisen zu machen, wann und wohin es einem beliebt und nicht wochenlang in rumpelnden Kutschen unterwegs sein zu müssen mit möglichst kleinem Gepäck, die Reise jederzeit unterbrechen oder ändern zu können – das war eine Freiheit von einer Grenzenlosigkeit, die es nie vorher gab, wenn auch erst einmal nur für die, die sich die ersten Autos überhaupt leisten konnten. Aber schon in den Dreißigerjahren des zwanzigsten Jahrhunderts wurde das Auto auch für die Bürger des Mittelstandes möglich. Noch im Dritten Reich wurde der „Volkswagen“ für die einfacheren Leute konzipiert und entwickelt, der nach dem Zweiten Weltkrieg als VW-Käfer die Straßen und Autobahnen bevölkerte.

Für Industrie und Handel waren die bald auftauchenden, größeren Lastwagen ein Geschenk. Nun konnten Waren und Güter schneller vor Ort sein und es war auch möglich, verderbliche Güter mit nur wenigen Tagen Haltbarkeit, wie Käse, Obst, Gemüse etc. in einen wesentlich weiteren Einzugsbereich zu liefern. Mit dem Flugzeug gewöhnten wir uns an Urlaub in jedem Winkel der Welt und daran, dass sogar Bananen und Ananas aus Südamerika taufrisch in unseren Supermärkten zu kaufen sind.

Henry Ford, ein Pionier des Autos für Jedermann

Henry Clay Ford war einer der reichsten Männer des 20. Jahrhunderts. Er prägte die Geschichte des Automobils zusammen mit den großen Namen wie die Erfinder der Automotoren. Nicolaus August Otto erfand den Ottomotor, Felix Wankel den Wankelmotor, Rudolf Diesel den Dieselmotor, Gottlieb Daimler entwickelte zusammen mit Wilhelm Maybach den ersten, schnelllaufenden Benzinmotor. Henry Ford begriff seine Chance, die diese großartigen Erfindungen ihm boten. Er konstruierte die Fahrzeuge und verbesserte deren Zuverlässigkeit und Bequemlichkeit und gewann zuerst einmal die vermögende Oberschicht Amerikas und dann auch Europas als Kunden, die sich einen solchen Luxus leisten konnte.

Die Preise dieser Autos, wollte man sie heute nachbauen, würden aufgrund der vielen Handarbeit und kleinen Stückzahlen heute etwa 100.000 bis 200.000 Euro entsprechen. Doch Henry Ford begriff sehr bald die Zeichen der Zeit und die Chance, mit einfacheren Automobilen auch den normalen Bürger zu erreichen. Seitdem ist die Automarke Ford seit Generationen ganz vorne auf den ersten Plätzen im Weltmarkt vertreten, neben deutschen Marken, wie Audi, VW, BMW und Mercedes oder britischen Autos, wie Austin, Jaguar, Bentley usw. Mit den japanischen Modellen bekamen die westlichen Autobauer die erste, wirklich harte Konkurrenz.

Sogar im 21. Jahrhundert verkaufen sich die Autos aus der Ford-Autoschmiede immer noch hervorragend. Allerdings verlieren sie in Ländern wie Russland, Japan und China Marktanteile, nicht weil sie schlecht wären, sondern weil sie amerikanische Autos sind und die Russen und Asiaten ein gespanntes Verhältnis zu den USA entwickelt haben, insbesondere auf dem riesigen Markt China. Das Reich der Mitte unternimmt große Anstrengungen, selbst gute Autos zu bauen, die auch ständig an Qualität gewinnen – im Gegensatz zu den Anfängen, wo insbesondere die Sicherheitsfeatures der chinesischen Klapperkarren auf suizidalem Niveau lagen, von exakten Spaltmaßen ganz zu schweigen.