Hanföl als reichhaltige Pflege für gesundes und glänzendes Haar

Titelbild: Engin Akyurt auf Pixabay

Die Anwendung von Hanföl in der Küche stellt eine gesunde Alternative zu herkömmlichen Speiseölen dar. Aufgrund seiner Zusammensetzung zählt es zu den gesündesten Speiseölen überhaupt. Nun kann Hanföl wohl auch als neues Beauty Wunder betitelt werden. Hanfkosmetik stützt sich auf den Erfolg der Cannabisindustrie und den gewonnen Erkenntnissen in Bezug auf die wertvollen Inhaltsstoffe. Insbesondere dem CBD. In Kürze wurde der Hautpflegemarkt zu einem der heißesten Marktplätze für Hanfprodukte. Doch nicht nur die Haut profitiert von Hanf. Palina Rojinski’s Markenzeichen und (fast) unser aller Kopfbedeckung ebenfalls. Hanföl kräftigt und pflegt das Haar und beugt zudem Schuppen und trockener Kopfhaut vor. Es eignet sich optimal zur natürlichen Haarpflege ohne Zusatz von chemischen Inhaltsstoffen. Die Anwendung ist risikofrei und birgt keine Nebenwirkungen.

Wieso unsere Haare strapaziert sind

Corona und der daraus resultierende Ansturm auf die Frisöre, zeigt einmal mehr, wie wichtig uns allen unsere Haarpracht ist. Lange und gesunde Haare sind das Sinnbild weiblicher Schönheit. Doch nicht jeder ist damit ausgestattet. Durch das tägliche Styling werden die Haare strapaziert. Vor allem bei der Frau. Lockenstab, Glätteisen und heißes Föhnen tragen eher weniger dazu bei, dass das Haar gesund bleibt. Auch häufiges Färben der Haare sowie Sonnenbestrahlung und zu trockene Luft können dazu führen, dass das Haar „krank“ wird. Die schützende Schuppenschicht liegt dann nicht mehr eng am Haarschaft an und Feuchtigkeit geht nach außen verloren. In den meisten Fällen trocknet es über kurz oder lang aus und endet in Haarspliss. Dadurch sehen die Haare kaputt und stumpf aus. Es bedarf einer intensiven Pflege, um dem Spliss entgegenzuwirken.

Woher kommen trockene Kopfhaut und Schuppen

Doch nicht nur das Haar kann austrocknen, auch die Kopfhaut. Dazu tragen individuelle und natürliche Einflüsse von außen bei, sowie innere Einflüsse und Hautkrankheiten. Die Haut reagiert auf ihre Umgebung. Oft vergisst man dies, da man eher die Haut im Gesicht betrachtet und die Kopfhaut mit Haaren bedeckt ist. Doch natürliche Einflüsse von außen wie zum Beispiel das Klima beeinflussen auch deine Kopfhaut. Kalte Luft und Heizungsluft im Winter sowie heiße und trockene Luft im Sommer verändern unsere Kopfhaut. Dazu kommen individuelle Einflüsse, für die wir selbst verantwortlich sind. Häufiges Waschen, aggressives Shampoo und Styling Produkt, heißes Föhnen oder mechanische Belastung in Form durch das ständige Tragens von Kopfbedeckungen zählen zu diesen Einflüssen. Dass die Haut der Spiegel unserer Seele ist, hört man oft. Demnach kann auch der empfundene Stress für die Veränderung unserer Kopfhaut verantwortlich sein. Auch allergische Reaktionen, Mangelernährung, die natürliche Alterung sowie deine Genetik zählen ebenso zu den inneren Einflussfaktoren. Eine trockene Kopfhaut kann allerdings auch durch Hautkrankheiten hervorgerufen werden. Der Befall von Parasiten sowie Hautpilzerkrankungen sind somit nicht selten der Auslöser. Auch Schuppenflechte kann verstärkt auf der Kopfhaut ausbrechen. Ohne die schnelle Behandlung trockener Kopfhaut, kann dies zu einem chronischen Problem werden und zu Juckreiz und Schuppen führen.

Hanf und Haar – das Beauty Geheimnis von Hanf

Für die Hanfpflanze erschließen sich immer mehr Einsatzgebiete. Die enthaltenen Wirkstoffe können bei unterschiedlichen Beschwerden helfen, weshalb Cannabis als Medizin immer gefragter wird. Auch das in der Pflanze enthaltene nicht psychoaktive CBD gewinnt als Nahrungsergänzungsmittel immer mehr Anhänger. Auch in der Kosmetikbranche werden die Produkte aus Hanf erfolgreich verwendet. Cremes und Salben mit CBD können zudem bei Schmerzen unterstützen. Hanfsamen spielen auf einem gesunden Ernährungsplan eine entscheidende Rolle. Doch auch das daraus gewonnene Öl ist vielseitiger einsetzbar, als nur in der Küche. Hanföl bietet viele Vorteile – Auch für unser Haar. Es wirkt unter anderem entzündungshemmend und antibakteriell und versorgt die Kopfhaut mit ausreichend Feuchtigkeit.

Wertvolle Inhaltsstoffe von Hanföl

Ausschlaggebend für die Wirkung von Hanföl sind die darin enthaltenen Inhaltsstoffe. Hanföl wird aus Hanfsamen gewonnen. Demnach ist es reich an wertvollen Inhaltsstoffen, welche auch in den Samen vorhanden sind. Man darf es nicht verwechseln mit CBD-Öl oder Vollspektrum-Cannabisöl. Bei Hanfsamenöl handelt es sich um ein Mehrzwecköl aus der industriellen Hanfpflanze. Die Hanfsamen bestehen zu 30% aus Öl und enthalten keine psychoaktiven Wirkstoffe, weshalb sowohl die Samen als auch das Öl ohne Bedenken verwendet werden können. Die Nährstoffdichte von Hanfsamenöl ist extrem hoch. Es enthält alle essentiellen Fettsäuren, die der Körper selbst nicht herstellen kann. Außerdem sind darin Mineralstoffe, Vitamine und Ballaststoffe in hohem Maße vorhanden. Vor allem der Gehalt an Vitamin B1, B2 und E ist für den Vitaminbedarf des Körpers von Vorteil. Zudem sind freie Radikale enthalten, die den Körper vor schädlichen Umwelteinflüssen schützen.

Mit Hilfe des Hanföls werden die Haare mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt, damit sie gesund und stark bleiben. Die konkreten Anwendungsbereiche im Bereich der Haarpflege sind aufgrund der verschiedenen Inhaltsstoffe vielseitig. In diesem Beitrag wird näher auf die verschiedenen Bereiche eingegangen.

Hanföl hilft bei Schuppen

Zur Behandlung von trockener Kopfhaut und Schuppen empfiehlt sich eine Kopfhautmassage mit Ölen oder Shampoo. Mit den Fingerspitzen kann dann die gesamte Kopfhaut damit einmassiert werden. Durch die Massage wird die Produktion von natürlichen Ölen angeregt und der Blutfluss der Haarfollikel erhöht. Dass bedeutet, dass sie mehr Nährstoffe enthalten. Dies wiederum fördert den Haarwachstum. Bei der Verwendung von lauwarmem Hanföl zusätzlich zur Massage, profitiert die Kopfhaut zudem von der entzündungshemmenden und antibakteriellen Wirkung des Öls. Lassen sie das Öl ruhig über Nacht einwirken, um eine ausreichende Aufnahme der Inhaltsstoffe über die Haut zu fördern.

Wenn man kein pures Öl in die Kopfhaut massieren möchte, kann auch Shampoo mit Hanföl verwendet werden. Zur Anwendung von Hanföl als Shampoo, wird das Öl mit Seife (bspw. Hanfseife) und Wasser gemischt. Diese Masse kann dann wie normales Shampoo zum Waschen der Haare verwendet werden. Alternativ kann auch herkömmliches Shampoo mit Hanföl angereichert werden. Diese Anwendungsform ist besonders dann empfehlenswert, wenn neben den Schuppen und einer trockenen Kopfhaut auch allgemein trockene Haut oder sogar Neurodermitis ein Thema ist. Neben der Aufbereitung von Shampoo, kann das Öl auch Bestandteil der Körperpflege oder eines Bades sein. Das Hanföl wird somit in die tägliche Hautpflege integriert und unterstützt die Haut mit ausreichend Feuchtigkeit am ganzen Körper.

Neben einer Kopfmassage kann auch eine wöchentliche Haarkur dabei unterstützen, Trockenheit und Juckreiz sofort zu stoppen. Die Haarkur hilft dabei, die Haut auf dem Kopf zu pflegen und mit Feuchtigkeit zu versorgen. Die Behandlung der Kopfhaut kann eben diese genug nähren, um Problemen wie Juckreiz, Schuppen und Irritationen entgegen zu wirken. Die Haarkur kannst du auch ganz einfach selbst herstellen, indem du eine Mischung aus

  • 3 Teelöffel Arganöl,
  • 1 Teelöffel reines Hanföl,
  • 10 Tropfen kaltgepresstes ätherisches Öl,
  • 3 Teelöffel Kokosöl
  • 10 Tropfen Biokons Plus (pflanzliches Konservierungsmittel)

herstellst. Die Öle zusammen schmelzen lassen, gut verrühren und anschließend in ein geeignetes Gefäß mit Schraubverschluss umfüllen.

Hanf spendet Feuchtigkeit und wirkt Spliss entgegen

Die Ursachen für trockene Kopfhaut sind unterschiedlich, das Ergebnis jedoch ähnlich. Die Kofphaut trocknet aus und beginnt zu jucken. Das strapaziertes und trockene Haar endet außerdem üblicherweise in Spliss. Die Haare werden brüchig und die Haarspitzen brechen. In diesem Fall bietet sich die äußerliche Verwendung von Hanföl auf dem Kopf an. Da das Öl zu einem großen Teil aus ungesättigten Fettsäuren besteht, versorgt es die Haut mit reichlich Feuchtigkeit. Linol- und Alpha-Linolensäure sind zweichfach bzw. dreifach ungesättigte Fettsäuren und ebenfalls in Hanföl enthalten. Diese Säuren sind dem natürlichen Fettsäuremuster unserer Haut ganz besonders ähnlich. Hanföl versorgt unsere Kopfhaut und das Haar somit besser als jedes andere Öl mit ausreichend Nährstoffen. Die darin enthaltenen freien Radikale schützen unsere Haare zudem vor äußerlichen Einflüssen und wirkt einer erneuten Trockenheit und damit auch möglichem Spliss entgegen. Das kann vor allem jetzt von großem Vorteil sein, wo unser Haar wieder vermehrt UV-Strahlung ausgesetzt ist. Hanföl blockt UV-Strahlen ab, ohne die Aufnahme von Vitamin D zu verhindern. Es eignet sich damit hervorragend als Hitzeschutz auf rein pflanzlicher Basis und ohne Silikone.

Neben Haarmasken und Shampoos mit Hanföl, kann auch ein Pflegespray herhalten. Es sorgt für einen Boost an Feuchtigkeit für zwischendurch. Dazu mischt man am besten ca. 200 ml Wasser mit ein paar Tropfen Hanföl in einer sauberen Flasche mit Zerstäuber. Für eine wertvolle Pflege kann das Gemisch täglich vor dem Styling mit wenigen Pumpstößen im Haar verteilt werden. Allerdings sollte nicht zu viel gesprüht werden, damit das Haar nicht fettig wirkt.

Haarausfall mit Hanföl entgegenwirken

Haarausfall kann viele verschiedene Ursachen haben. In 95% der Fälle ist der übermäßige Verlust der Haare allerdings genetisch bedingt. Sieben von zehn Männern und Vier von zehn Frauen verlieren im Laufe ihres Lebens zu viele Haare. Für viele Betroffene stellt eine immer lichter werdende Haarpracht eine große Belastung dar. Das rührt daher, dass Haarverlust oft mit Krankheiten und einem vorangeschrittenen Alter assoziiert wird. Psychische Folgen von Haarausfall sollten somit nicht unterschätzt werden. Neben dem schwindenden Selbstbewusstsein, finden sich die Betroffenen oft weniger attraktiv und unter Menschen unwohl. Dies beeinträchtigt in Summe die Lebensqualität der Betroffenen. Es gibt zahlreiche Mittel auf dem Markt, die dabei unterstützen sollen, dem Haarausfall entgegen zu wirken. Hanföl ist eine natürliche Alternative zu den herkömmlichen Mitteln, völlig frei von Zusätzen. Die im Öl enthaltenen essentiellen Fettsäuren stimulieren die Zellbildung. Das soll nicht nur den Haarausfall stoppen, sondern auch die Bildung neuer Haarwurzeln anregen. Die Verwendung von Hanföl bietet sich somit auch an, wenn der Haarwachstum beschleunigt werden soll. Dadurch muss man nicht mehr so lange warten, bis die gewünschte Haarlänge endlich erreicht ist.

Neuer Glanz für dein Haar durch Hanföl

Strapaziertes und trockenes Haar wirkt schnell stumpf und kraftlos. Es verliert seinen Glanz. Die essentiellen Fettsäuren im Hanföl spenden dem Haar nicht nur Feuchtigkeit, sie machen das Haar zudem weich und geschmeidig. Außerdem verleiht es der Haarpracht neuen Glanz. Dazu einfach einen Esslöffel Hanföl in die Haare einmassieren. Überschüssige Reste werden mit Hilfe einer Bürste entfernt. Das Öl sollte etwa 30 Minuten einwirken und anschließend ausgewaschen werden. Dabei sollte man gründlich vorgehen um möglichst alle Rückstände auszuwaschen. Andernfalls wirken die Haare fettig. Nach der Haarwäsche ist das Ergebnis sofort zu sehen, das Haar wirkt seidig glänzend und fühlt sich weicher an. Außerdem sind sie noch Tage nach der Haarwäsche leichter kämmbar, was ein weiterer Vorteil der Verwendung von Hanföl ist.

Qualitätskriterien beim Kauf von Hanföl

Beim Kauf von Hanföl sollte auf eine gute Bio-Qualität geachtet werden. Außerdem sollte es kaltgepresst hergestellt worden sein. Kaltgepresstes Hanfsamenöl erkennt man unschwer an der gelblich-grünen Farbe. Je wärmer es gepresst wird, desto dunkler wird der Grünton. Es sollte zudem Wert auf eine besonders nachhaltige und naturnahe Herstellung geachtet werden. Erstklassige Bio Hanföle sind in Reformhäusern und Bioläden sowie unserem Shop zu finden.

Aufbewahrung von Hanföl

Ein gutes Öl ist ein hochwertiges Naturprodukt. Es gilt dieses möglichst optimal aufzubewahren, dass es lange haltbar bleibt. Denn die im Hanföl enthaltenen Fette sind empfindlich gegenüber bestimmter äußerer Einflüsse. Temperatur, Licht und Sauerstoff sind die entscheidenden Faktoren, die Öle bei falscher Lagerung verderben lassen können.

Eine kühle Lagerung hält Pflanzenöle jeder Sorte frisch. Die Flasche Öl fühlt sich im Weinkeller ganz besonders wohl und darf gerne zur Lagerung dort aufbewahrt werden. Temperaturen von maximal 16 Grad sind für Speiseöle optimal. Um das Hanföl vor dem Sonnenlicht zu schützen, muss dieses in einer dunklen Flasche abgefüllt sein. Denn trifft UV-Licht auf das Öl, wird die Alterung dessen beschleunigt. Außerdem werden somit die wertvollen Wirkstoffe des Öls vor der Lichteinwirkung bestmöglich geschützt. Enthaltene Vitamine können nämlich durch das UV-Licht zerstört werden. Der dritte Feind von Hanföl ist neben warmen Temperaturen und Sonnenlicht der Sauerstoff. Kommt das Öl mit Sauerstoff in Berührung, beginnen Oxidationsprozesse, die das Öl zersetzen. Es verwandelt sich langsam in eine übelriechende Substanz und wird ranzig. Gesundheitlich ist es zwar immer noch unbedenklich, schmecken tut es allerdings dann nicht mehr so gut. Nach der Verwendung des Öls sollte also darauf geachtet werden, die Flasche wieder möglichst schnell und gut zu verschließen.