Hanf als Nahrungsmittelquelle

Titelbild: Ulrike Leone auf Pixabay

Hanfsamen verfügen über nahrhaftes Öl und einen hohen Proteingehalt, was sie zu einem äußerst wertvollen Produkt des industriellen Hanfanbaus macht.

Zuerst kommt die Ernte, dann die Reinigung der Hanfsamen, danach die weitere Verarbeitung. Ein Hanfsamen besteht aus dem ölreichen Kern und der Samenhülle. Sowohl der geschälte Hanfsamen, als auch die Schalen können für die Herstelung einer Vielzahl von Nahrungsmittelprodukten verwendet werden.

Hanfsamen als Zutat

Geschälte Hanfsamen sind eine gesunde Alternative zu Nüssen, zumal diese nicht allergen sind. Sie können roh verzehrt werden oder zum Beispiel zu Hanfnussbutter verarbeitet werden.

Des Weiteren lassen sich aus den geschälten Hanfsamen auch Lebensmittel wie Brotaufstriche, Dips, Käse, Milch und Brot herstellen. Sie eignen sich auch hervorragend in Rezepten von Keksen, Pasta mit Pesto – je nach Gusto.

Auch ungeschälte Hanfsamen können als Lebensmittel verwendet werden. Sie bieten sogar noch den Vorteil von zusätzlichen Ballaststoffen. Man kann sie auch rösten und beispielsweise über den Salat streuen oder einfach als Snack verzehren.

Hanföl

Hanfsamen sind reich an Omega 3 und Omega 6 Fettsäuren und eignen sich deshalb bestens zum Pressen von Öl. Während des Pressens werden etwa 25-35% des Samengewichts in Form von nicht raffiniertem Hanföl extrahiert.

Kaltgepresstes, raffiniertes Hanföl ist eine hervorragende Quelle für essentielle Fettsäuren und wird hauptsächlich als Speiseöl verwendet. Hanföl ähnelt Olivenöl in seiner Konsistenz und seinem subtilen Geschmack und kann für die meisten kulinarischen Zwecke anstelle anderer Speiseöle verwendet werden.

Hanfsamenmehl

Nach dem Pressen von Öl bleiben zerkleinerte Samenhüllen und pulverisierte Körner zurück.

Mit Analyseverfahren konnte festgestellt werden, dass das verbleibende Saatgutmehl über einen hohen Eiweißgehalt verfügt und sich somit hervorragend als Proteinpulver eignet, welches sich als Nahrungsergänzung für Sportler ebenso eignet, wie als Zutat beim Backen, für Suppen oder Bratlinge.

Ebenso kann das Samenmehl als Tierfutter und zum Brauen von Hanfbier verwendet werden.