Schutz vor Corona: Hygiene hilft!

Titelbild: jacqueline macou auf Pixabay

Inzwischen sind das Ausmaß der Corona-Pandemie und die damit einhergehenden Sicherheitsmaßnahmen bei einem Großteil der Bevölkerung angekommen. Die Zahl der Infizierten steigt trotzdem weiter an. Dieser Ausnahmezustand erfordert diverse Maßnahmen um den Fortschritt der Pandemie einzudämmen. Das verhindern von Sozialkontakt ist dabei das effektivste Mittel. Der Hashtag #wirbleibenzuhause verbreitet sich erfolgreich über die sozialen Medien hinaus um möglichst viele Menschen dazu zu motivieren, jegliche Ausflüge, die nicht notwendig sind, abzusagen. Doch nicht in jedem Fall ist es möglich, den ganzen Tag zuhause zu bleiben. Beispielsweise wenn Homeoffice in vielen Berufen keine alternative Arbeitsweise darstellt. Der Gang zum Supermarkt birgt ebenfalls das Risiko, mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen. Um das Risiko in jedem Fall so gering wie möglich zu halten, wurden durch das Bundesministerium für Gesundheit einfache Maßnahmen veröffentlicht, denen jeder von uns ganz einfach folgen kann. Dabei steht die Hygiene an oberster Stelle.

Hygienemaßnahmen am eigenen Körper

Das Händewaschen war wahrscheinlich noch nie so populär wie zu diesen Zeiten. Influencer weisen ihre Community fast täglich daraufhin, sich gründlich die Hände zu waschen. Im Radio werden Hände-Wasch-Songs gespielt um Kinder sowie Erwachsene zum Waschen der Hände zu motivieren. Man findet zahlreiche Anleitungen im Internet, wie man gründlich seine Hände wäscht – und das ist auch sinnvoll. Laut Statistiken soll sich jeder dritte nicht regelmäßig die Hände waschen und jeder zweite macht es falsch. Unsere Hände sind jedoch die häufigsten Überträger für Keime. Wir fassen am Tag zahlreiche Dinge an, schütteln anderen Menschen zur Begrüßung die Hand und führen uns anschließend die Keime selbst zu bzw. verteilen sie an diejenigen, die wir berühren. Gründliches Händewaschen ist deswegen eine der Hygienemaßnahmen, die jeder von uns berücksichtigen sollte. Das Gute ist, man braucht dazu lediglich ein Stück Seife und Wasser.

Gründliches Händewaschen – nicht nur in Zeiten von Corona wichtig

Doch nicht nur das Coronavirus wird über die Hände weitergegeben. Zu weiteren übertragbaren Infektionskrankheiten zählen Erkältungen, die Grippe sowie ansteckende Magen-Darm-Infektionen. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) weist daraufhin, dass man Krankheitserreger nicht mit dem bloßen Auge erkennen kann, weshalb das Händewaschen auch dann durchgeführt werden sollte, wenn die Hände sauber aussehen. Durch gründliches Waschen der Hände wird die Anzahl der vorhanden Keime um ein Tausendstel gesenkt. Dadurch sinkt natürlich auch das Risiko, die Keime über das Essen bzw. über mit der Hand berührte Schleimhäute wie Mund, Nase oder Augen in den Körper zu gelangen sowie an die nahestehenden Personen weiterzugeben. In Zeiten einer Pandemie ist diese Hygienemaßnahme von enorm großer Bedeutung.

Die BZgA empfiehlt aktuell, immer dann die Hände zu waschen, wenn man nach Hause kommt. Außerdem natürlich wie gewohnt nach jedem Toilettengang bzw. wenn sie Kindern oder alten Menschen bei dem Besuch der Toilette unterstützen. Ebenso sollte man sich möglichst nach jedem Naseputzen, Husten oder Niesen die Hände gründlich säubern. Auch dem Kontakt mit Abfällen, tierischem Abfall, Tierfutter sowie generell dem Kontakt mit Tieren sollte ein Gang zum nächstgelegenen Waschbecken folgen. Bevor man Mahlzeiten zu sich nimmt, sollte man sich generell immer die Hände waschen, ebenso vor dem Hantieren mit Medikamenten oder Kosmetika, da man dadurch ebenfalls die Keime den Schleimhäuten zuführt. Des Weiteren weist die BZgA daraufhin, sich unbedingt vor und nach dem Zubereiten von Speisen, insbesondere rohem Fleisch, gründlich die Hände zu waschen. Das gleiche gilt für den Kontakt mit Kranken und der Behandlung von Wunden.

Hände richtig waschen

Wie bekomme ich meine Hände also nun möglichst keimfrei? Es bedarf hierbei keiner ausgefeilten Technik und auch die Temperatur des Wassers ist auch nicht entscheidend. Es kann durchaus die Wassertemperatur verwendet werden, die einem am angenehmsten erscheint. Entscheidend ist lediglich die Dauer des Waschvorgangs sowie das Maß der Reibung beim Einseifen der Hände.

Die BZgA veröffentlicht in ihrem Leitfaden zum gründlichen Händewaschen fünf Schritte, die es zu befolgen gilt. Zuerst macht man die Hände unter fließendem Wasser nass. Daraufhin werden diese eingeseift. Während des Vorgangs sollte man beachten, dass sowohl die Handinnenflächen als auch die Handrücken mit einbezogen werden. Fingerspitzen, Fingerzwischenräume und die Daumen sollten ebenfalls gründlich mit Seife gewaschen werden. Besonders in öffentlichen Waschräumen empfiehlt sich die Verwendung von Flüssigseife anstelle von ganzen Seifenstücken, die von jedem angefasst werden müssen. Die Seife soll an allen genannten Stellen sanft eingerieben werden. Ein gründliches Händewaschen dauert demnach auch bis zu 30 Sekunden. Je länger man die Handflächen einseift, desto mehr Keime können abgewaschen werden und das Risiko selbst zu erkranken bzw. die Keime an andere Personen weiterzugeben sinkt. Der Richtwert für gründliches Händewaschen liegt bei 20 Sekunden und variiert je nach Verschmutzungsgrad. Summt man während des Händewaschens zweimal hintereinander das Happy-Birthday Lied, sollte man ganz gut dabei sein. Unter fließendem Wasser wird die Seife dann wieder abgewaschen. Um nicht wieder direkt mit Keimen in Berührung zu kommen, sollte in öffentlichen Wascheinrichtungen der Wasserhahn mit dem Ellenbogen oder einem Einweghandtuch wieder geschlossen werden. Zuletzt werden die Hände dann wieder sorgfältig abgetrocknet, auch in den Fingerzwischenräumen. Dazu bitte in öffentlichen Toiletten Einmalhandtücher verwenden, zuhause sollte jeder sein eigenes Handtuch benutzen. Das Abtrocknen der Hände ist wichtig, da sich Mikroorganismen in einer feuchten Umgebung deutlich wohler fühlen und vermehren als in einer trockenen. Zusätzlich können noch übrig gebliebene Keime durch die beim Abtrocknen entstehende Reibung entfernt werden. Das Abtrocknen der Hände ist deswegen fester Bestandteil des Prozesses.

Welche Seife und wann ist der Einsatz von Desinfektionsmittel notwendig

Die Hände ganz ohne Seife zu waschen ist nicht so wirksam, weshalb man davon abrät. Zum einen löst eine verwendete Waschsubstanz Schmutz und Mikroben von der Haut, zum anderen reibt man dadurch automatisch die Hände gründlicher aneinander, was zu einer zusätzlichen mechanischen Entfernung der Keime führt. Manche Keime befinden sich außerdem im natürlichen Fettfilm der Haut, weshalb sie mit bloßem Wasser alleine nur schwer abzuwaschen sind. Einen Unterschied in der Verwendung von normaler Seife zu Seife mit antibakteriellen Zusätzen durch die Allgemeinbevölkerung konnte bislang nicht festgestellt werden. Bei gründlichem Waschen können die Erreger auch mit Hilfe von gewöhnlicher Seife abgewaschen werden. Wichtig ist allerdings die Menge an Seife. Hier sollte nicht gespart werden, da in diesem Fall tatsächlich gilt: viel hilft viel. Ist die Seife ganz ausgegangen, sollte man dennoch nicht einfach auf das Waschen der Hände verzichten. Auch durch die alleine Verwendung von Wasser, kann zumindest ein kleiner Teil der Erreger entfernt werden.

Sehr häufiges oder falsches Händewaschen mit Hilfe von scharfen Reinigungsmitteln oder hohen Wassertemperaturen kann dazu führen, dass der natürliche Säureschutzmantel der Haut sowie die Hautfette, welche sich in der obersten Hornschicht der Haut befinden, ausgewaschen werden. Ausgetrocknete, strapazierte Hände sowie Hautirritationen können die Folge sein. Um dies zu vermeiden empfiehlt sich die Verwendung von pH-neutralen Waschlotionen. Außerdem kann die Haut nach dem Händewaschen durch feuchtigkeitsspendende rückfettende Hautpflege bei der Regeneration unterstützt werden.

Desinfektionsmittel ist neben Toilettenpapier zur Zeit Mangelware. Die Desinfektion der Hände ist im Allgemeinen aber gar nicht erforderlich. Sollte ein erhöhtes Infektionsrisiko für einen selbst bestehen oder kommt man mit Personen aus der Risikogruppe in Kontakt, kann es jedoch sinnvoll sein, seine Hände zusätzlich zum Waschen auch noch zu desinfizieren. Hierfür bietet sich ein CBD Handdesinfektionsspray an, da es dank CBD die Hände schont und revitalisiert.

Corona-Viren im Männerbart?

Da Körperhygiene, insbesondere saubere Hände, wesentlich zur Eindämmung des Virus beitragen können, kam die Frage auf, ob der Bart beim Mann auch in Sachen Corona zu einem Hindernis wird. Schließlich kursieren Schlagzeilen wie Bakterien im Bart: „Schlimmer als eine Kloschüssel“ durch das Internet. Die Vorstellung ist in erster Linie nicht besonders angenehm, aber zum Glück auch nicht allgemeingültig. Mikrobiologen aus den USA sollen jedoch im Rahmen ihrer Studie in den Stichproben von Männerbärten eine höhere Bakterien-Konzentration als in zurückgelassenen WG-Kühlschränken gefunden haben. Zusätzlich wurden Keime gefunden, die normalerweise in Fäkalien vorkommen. Diese Tatsache bestätigt allerdings lediglich die zuvor aufgestellte These, dass die Hälfte der Bevölkerung nicht richtig ihre Hände wäscht. In Bezug auf die Ausbreitung des Coronavirus müssen Männer mit Bart keine Konsequenzen befürchten, sofern sie nicht in der Medizinbranche tätig sind. In diesem Fall muss der getragene Mundschutz dicht sitzen und am Gesicht abschließen. Das ist bei Bartträgern jedoch oft schwierig, weshalb in diesen Situationen der Bart tatsächlich ab muss. Im normalen täglichen Leben stellt der Männerbart jedoch auch während der Pandemie keine Gefahr dar. Die Masken, die als textile Barriere im Alltag getragen werden kann, schließt nicht bündig mit dem Gesicht ab, weshalb auch Bartträger darauf zurückgreifen können. Ob diese Masken einen selbst vor einer Infizierung schützen, ist nicht belegt. Allerdings können durch die Verwendung die eigenen Tröpfchen, welche beim Sprechen, Husten und Niesen unsere Münder und Nasen verlassen, zu einem großen Teil abgefangen werden. Das Risiko, eine andere Person anzustecken, kann somit verrignert werden. Das ist vor allem deswegen wichtig, weil nicht jeder, der mit SARS-CoV-2 infiziert ist, dies auch merkt. Aber auch Betroffene mit nur leichten Symptomen sind ansteckend, ebenso diejenigen, die gar keine Symptome haben. Das vorsorgliche Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung kann somit dazu beitragen, das Risiko einer unbewussten Weitergabe des Virus zu verringern. Vor allem in öffentlichen Räumen, in denen der notwendige Sicherheitsabstand nicht eingehalten werden kann (z.B. Bus, Bahn, Supermarkt und Arbeitsplatz), ist dies eine weitere Hygienemaßnahme zur Eindämmung der Pandemie.

Hygiene im Haushalt

Um die Infektionskette des Virus zu unterbrechen, spielt auch die Hygiene im Haushalt eine entscheidende Rolle – vor allem, wenn man sich den Haushalt mit anderen Personen teilt. Es bedarf keiner speziellen Reinigungsmitteln, gängige Haushaltsreiniger lösen Schmutzpartikel und entfernen über 90% der Oberflächenkeime. Antibakterielle Reinigungsmittel bieten keine Vorteile und der Einsatz von Flächendesinfektionsmittel ist nur auf Anraten von Ärzten oder durch das Gesundheitsamt notwendig. Es gibt ein paar Dinge, die man jedoch beachten sollte. Zum Beispiel die getrennte Verwendung von Putzlappen in unterschiedlichen Räumen. Küche und Bad sollten in jedem Fall nicht mit den gleichen Lappen gereinigt werden. Die Putzlappen nach Gebrauch bei 60 Grad waschen und gut austrocknen lassen. Ebenso verhält es sich mit Bettwäsche, Unterwäsche und Handtüchern. Als Waschmittel wird bleichmittelhaltiges Vollwaschmittel empfohlen. Die normale Kleidung kann weiterhin bei niedrigeren Temperaturen gewaschen werden, zusätzliche Hygienespüler sind nicht notwendig. Jedoch sollte man die Waschmaschine einmal pro Woche im Heißwaschgang laufen bei mindestens 60 Grad laufen um zu verhindern, dass sich ein Biofilm mit angesiedelten Mikroorganismen bildet.

Regelmäßiges Lüften ist auch Bestandteil in einem hygienischen Haushalt. Frische Luft ist wichtig um uns gesund zu halten und das Immunsystem aufrecht zu erhalten. Zu lange zu stickige Luft, da tut einem meist auch der Kopf weh. Regelmäßiges Lüften fördert die Luftqualität und steigert damit die Leistungsfähigkeit sowie das gesamte Wohlbefinden. In einem geschlossenen Raum steigt die Anzahl der Krankheitserreger in der Raumluft an, wodurch die Ansteckungsgefahr steigt. Durch regelmäßiges Lüften werden erregerhaltige feinste Tröpfchen aus der Luft gefiltert, wodurch das Ansteckungsrisiko in geschlossenen Räumen mit infizierten Personen wieder sinkt. Teilweise sind die Tage noch relativ frisch, weshalb sich gezieltes Stoßlüften in regelmäßigen Abständen über den Tag verteilt empfiehlt. Über mehrere Minuten hinweg alle Fenster weit öffnen, damit ein Durchzug entsteht. Das Stoßlüften ist übrigens auch gut um Schimmelbildung vorzubeugen.

Türklinken und andere Oberflächen, die viele Menschen häufig anfassen, sollten regelmäßig abgewischt werden. Dazu zählt auch die Fernbedienungen und das Handy. Ob es nun notwendig ist, diese Utensilien zu desinfizieren oder ob es reicht, diese mit einem feuchten Tuch abzuwischen, ist wohl nicht eindeutig. Das Robert Koch Institut weist daraufhin, dass die Übertragung primär über Sekrete erfolgt. Die Übertragungsmöglichkeit über Oberflächen hänge von vielen verschiedenen Faktoren ab. In jedem Fall ist eine gute Händehygiene zu empfehlen sowie auch die regelmäßige Reinigung von Oberflächen.

Weitere Hygienemaßnahmen im Corona Alltag

Neben dem gründlichen Händewaschen gibt es noch weitere Hygienemaßnahmen, die die BZgA dringend empfiehlt. Dazu zählt das Niesen und Husten in die Armbeuge bzw. in ein Taschentuch, welches direkt nach dem Gebrauch in einem Mülleimer mit Deckel entsorgt wird. Zu Menschen die Husten, Schnupfen oder Fieber haben sollte ausreichend Abstand gehalten werden um eine Übertragung der Viren zu verhindern. Dies gilt auch aufgrund andauernder Erkältungs- und Grippewellen. Trifft man beim Einkaufen dann doch auf eine bekannte Person, sollte man Berührungen unbedingt vermeiden. Kein Händeschütteln und keine Umarmung, im beste Fall nur über die entsprechende Distanz von mindestens 1,5 Metern begrüßen. Der letzte Hinweis führt uns wieder zu Punkt 1. Da unsere Hände die wesentlichen Träger von Keimen sind, sollte diese aus dem Gesicht ferngehalten werden. Mund, Augen und Nase somit am besten erst nach dem Händewaschen wieder anfassen.