Mundspülung mit CBD und CBG wirksamer als herkömmliche Produkte

Titelbild: Stefan Keller auf Pixabay

Eine gute Mundhygiene wirkt sich positiv auf die allgemeine Gesundheit aus und trägt somit entscheidend zum Wohlbefinden und zur Lebensqualität bei. Sind Mund und Zähne gesund, ist das die beste Voraussetzung für eine aktive Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und gesunder Ernährung. Eine unzureichende Mundhygiene führt wiederum zu Erkrankungen der Zähne und des Zahnhalteapparates. Es folgen Mundgeruch, Zahnfleischbluten, Schmerzen und Schwellungen. Das Aufrechterhalte oraler Gesundheit sollte demnach ein angestrebtes Ziel eines jeden Menschen sein, damit das Lächeln bei keinem verloren geht. Mundspülungen tragen einen erheblichen Teil dazu bei. Laut einer aktuellen Studie sollen cannabinoidhaltige Mundspülungen genauso effektiv sein, wie verschreibungspflichtige.

Unser Mund

Ohne unseren Mund wären wir wohl nicht in der Lage unseren Körper mit Nahrung zu versorgen. Außerdem ist er essentiell für die zwischenmenschliche Kommunikation. Wir lachen, küssen und zeigen auch manchmal Zähne. Das alles natürlich am liebsten ohne Verfärbungen oder Mundgeruch. Eine entsprechende Mundhygiene ist die Grundvoraussetzung für eine gesunde Mundflora. Diese besteht aus bis zu 300 verschiedenen Bakterienarten, die in der Mundhöhle normalerweise ein gesundes Gleichgewicht bilden. Ist dieses Gleichgewicht gestört, ist mit unangenehmen und oft schmerzhaften Folgen zu rechnen.

Folgen schlechter Mundhygiene

In Folge von schlechter Mundhygiene treten Erkrankungen der Mundhöhle und unserer Zähne auf. Zahnbelag, Zahnfleischentzündungen und Paradontitis sind keine Seltenheit. Ein Biofilm organisiert aus Bakterien und Speiseresten, welcher sich auf der Zahnoberfläche festsetzt, bezeichnet man als Zahnbelag. Durch das Einlagern von Mineralien aus unserem Speichel, wie zum Beispiel Calcium und Phosphat, bildet sich harter Zahnstein. Durch zuckerhaltige Lebensmittel wird der Wachstum dieser Bakterien gefördert. Die durch die Bakterien vermehrt ausgeschiedenen Säuren zerstören daraufhin die Zähne, was zu Karies führt. Auch der häufige Konsum von säurehaltigen Speisen und Getränken fördert den Angriff auf die Zähne. Bakterielle Zahnbeläge und Zahnstein können zu Entzündungen des Zahnfleischs führen. Dabei treten Rötungen und Schwellungen des Zahnfleischs sowie Zahnfleischbluten auf. Je weiter fortgeschritten der Zahnbelag ist, desto wahrscheinlicher wird das Auftreten von Paradontitis, einer Entzündung des Zahnhalteapparates. Der Knochen um den Zahn herum wird langsam zerstört und es bilden sich harte Belege tief in der Zahnfleischtasche. Die logische Konsequenz sind locker werdende Zähne, die im Laufe der Zeit ausfallen. Mundgeruch tritt ebenfalls in Folge einer fortgeschrittenen Paradontitis auf. Doch nicht nur unsere Zähne müssen gut gepflegt werden, um solche Auswirkungen zu verhindern. Auch die Schleimhäute in der Mundhöhle benötigen ausreichende Hygienemaßnahmen, um Entzündungen zu verhindern.

Folgeerkrankungen von Karies und Paradontitis

Bei Erkrankungen der Mundhöhle und unserer Zähne bleibt es allerdings oft nicht. Es können weitere Erkrankungen auftreten, die durch beispielsweise durch Karies oder Paradontitis gefördert werden. Beispielsweise erhöht sich dadurch das Risiko, an einer Lungenentzündung, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes zu erkranken. Grund dafür ist der Übergang von bakteriellen Belägen über den Rachen in die Lunge. Zudem gelangen die Bakterien über die angegriffenen Zähne und entzündeten Zahnfleischregionen vermehrt in den Blutkreislauf. Auch das Einstellen der Blutzuckerwerte wird durch eine Paradontitis erschwert. Außerdem sollten Menschen, die blutverdünnende Medikamente zu sich nehmen, besonders gut auf ihre Mundhygiene achten. Notwendige Zahnbehandlungen in Folge von Karies und/ oder Paradontitis können Nachblutungen auslösen und im Einzelfall muss der Patient sogar stationär in einer Zahnklinik aufgenommen werden.

5 Säulen der Prophylaxe

An erster Stelle steht die regelmäßige Zahnpflege. Durch die mechanische Reinigung der Zähne kann Zahnbeleg vorgebeugt und entfernt werden. Zur Unterstützungen der Mundhygiene dienen zudem Mundspülungen und Mundduschen. Doch auch die Ernährung trägt einen entscheidenden Teil zur Prophylaxe bei. Wie bereist erwähnt fördert Zucker den Wachstum von Kariesbakterien und damit die Säureproduktion dieser. Nahrungsquellen mit erhöhtem Zuckeranteil sollten demnach im besten Fall gemieden werden. Zu solchen Lebensmitteln zählen beispielsweise Ketchup, fettarmer Joghurt und Cola. Entscheidend für die Kariesentstehung ist jedoch nicht die Menge an Zucker sondern die Häufigkeit der Aufnahme. Dazu kommen Lebensmittel, die beispielsweise einen erhöhten Anteil an Fruchtsäure aufweisen und somit den Angriff der Zahnoberflächen zusätzlich fördern. Eine Reduzierung des Karieszuwachses um 70% wird durch eine regelmäßige Aufnahme von Fluorid gewährleistet. Der einfachste Weg, Fluorid zu sich zu nehmen, stellt die Verwendung entsprechender Zahnpasta bzw. fluoridiertem Speisesalz dar. Des Weiteren ist in jeglicher Hinsicht eine ausreichende Zufuhr von Flüssigkeiten für unseren Körper essentiell, auch für unsere Mundhygiene. Gut befeuchtete Mundschleimhäute wirken der Entstehung von Rissen und Entzündungen dieser entgegen. An letzter Stelle ist zudem die regelmäßige zahnärztliche Untersuchung zu nennen. Idealerweise findet diese halbjährlich statt und kann durch damit verbundene professionelle Zahnreinigungen bei dem Erhalt einer gesunden Mundhygiene unterstützen beziehungsweise bei der Behandlung bereits entstandenen Erkrankungen helfen.

Mundhygiene durch Mundspülungen fördern

Das Entfernen von Zahnbelag ist ausschließlich durch eine mechanische Vorgehensweise möglich, weshalb mehrmals tägliches Zähneputzen niemals ersetzt werden sollte. Dennoch nehmen Mundspüllösungen eine unterstützende Funktion bei der täglichen Reinigung unserer Mundhöhle ein. Sie können den Zahnbelag verringern und seine Neubildung verzögern. So helfen sie dabei, Zahnfleischentzündungen und Zahnfleischbluten vorzubeugen. Die verschiedenen Mundspüllösungen unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Wirkstoffe. Während fluoridhaltige Lösungen der Kariesvorbeugung dienen, sollen Spülungen mit ätherischen Öle sowie zinnfluoridhaltige oder chlorhexidinhaltige Mundspülungen bei der Vorbeugung und Behandlung von Zahnfleischentzündungen helfen.

Cannabis als Vorreiter in der nächsten Generation von Mundpflegeprodukten

Eine aktuelle Studie liefert interessante Hinweise im Hinblick auf die Wirkung von Cannabisprodukten zur Unterstützung bei der Mundhygiene. Die Wirkstoffe von Cannabis erweisen sich in vielerlei Hinsicht als besonders wertvoll. Sie wirken unter anderem entkrampfend, angstlösend und auch entzündungshemmend. Besonders die letzte Eigenschaft ist ausschlaggebend für den erfolgreichen Einsatz von Cannabisprodukten bei Krankheiten, denen eine Entzündung zugrunde liegt – somit auch Entzündungen im Mundbereich. Im Rahmen der Studie verglichen belgische Forscher Mundspülungen mit Cannabidiol (CBD) und Cannabigerol (CBG), mit solchen Mundspülungen, die den Wirkstoff Chlorhexidin enthalten. Dieser ist traditionell in verschreibungspflichtigen Mundpflegeprodukten wiederzufinden. Dennoch gibt es Hinweise darauf, dass eben dieser Wirkstoff neben den gefährlichen Bakterien auch die nützlichen zerstört, was demzufolge die Gesundheit des Konsumenten beeinträchtigen kann. Innerhalb der Studien wurden insgesamt 72 Probanden mit fünf verschiedenen Arten von Mundspülungen behandelt. Um zu überprüfen, welche Auswirkungen die jeweiligen Mundspülungen auf das Wachstum von Bakterien im Mundbereich haben, wurden die Beteiligten nach 24 und 36 Stunden untersucht. Das Ergebnis ist beeindruckend. Die Mundspülung auf Cannabinoid-Basis erzeugte dieselbe positive Wirkung auf Zahn und Zahnfleisch, wie verschreibungspflichtige Produkte. Im Vergleich zu herkömmlichen Produkten aus dem Handel schnitten sie sogar deutlich besser ab. Zudem verfärben die aus Cannabis gewonnenen Hygieneprodukte die Zähne der Anwender nicht, was oft eine lästige Nebenwirkung von Produkten mit Chlorhexidin ist.

Die Forscher halten fest, dass Mundspülungen mit Cannabinoiden eine natürliche und vor allem wirksame Alternative darstellen, ganz ohne Fluoride oder Alkohol.