CBD-Konsum: Das sind die verschiedenen Methoden CBD zu konsumieren

Titelbild: altika auf Pixabay

Nachdem du bestimmt schon viel über die positive Wirkung von CBD gehört hast, bleibt nur noch die Frage, wie du das Cannabidiol am besten zu dir nehmen kannst. Es gibt verschiedene Arten der Anwendung. Aufgrund der wachsenden Beliebtheit des natürlichen Inhaltsstoffes aus der Cannabispflanze gelangen immer mehr Formen von CBD Produkten und Konsummöglichkeiten auf den Markt. Dazu kommen natürlich auch neue Entwicklungen, die den Konsum von CBD ermöglichen. Dies kommt daher, dass wir alle unterschiedliche Vorstellungen und Vorlieben haben, was die Einnahme von CBD bzw. Nahrungsergänzungsmitteln angeht und durch die angebotene Variation kann inzwischen so ziemlich jedes Bedürfnis gestillt werden. Eine allgemeingültige Aussage zu der jeweiligen Wirkung der entsprechenden Anwendungsmethoden ist allerdings nicht möglich. Die Aufnahme von CBD kann bei jedem Organismus unterschiedlich sein, weshalb auch die jeweilige Wirkung von Person zu Person unterschiedlich ist. Diese ist individuell und hängt auch von einer Vielzahl anderer Faktoren ab.

Zu den vier beliebtesten Methoden CBD zu konsumieren, zählen Inhalation, oraler und sublingualer Konsum sowie die topische Anwendung. Was genau dahinter steckt und wo die jeweiligen Vor- und Nachteile der unterschiedlichen CBD Produkte liegen, soll dir innerhalb dieses Beitrags vermittelt werden.

Einnahme von CBD durch Inhalation

Die Inhalation ist als altes Hausmittel bekannt. Man benötigt einen Topf, aus dem durch das Erhitzen verschiedener Flüssigkeiten heiße Dämpfe aufsteigen. Nun nur noch den Kopf darüber halten, mit einem Handtuch abdecken und den Dampf inhalieren. Dadurch soll Husten gelindert und gereizte Schleimhäute befeuchtet werden. Je nachdem was der Inhalationsflüssigkeit beigefügt wird, können verschiedene Symptome behandelt werden. Kamille wirkt zum Beispiel entzündungshemmend, der Eukalyptus soll die Atemwege von Schleim befreien.

CBD Inhalation mittels Vaporizer

Für die Inhalation von CBD brauchst du allerdings keinen Topf, sondern beispielsweise einen Vaporizer. Dieser ermöglicht unter anderem die Verdampfung von CBD Blüten und Pollen.

  • CBD Blüten 1 bezeichnen die Knospen der Cannabispflanze. Diese Knospen werden in der Blütezeit der Pflanze gebildet. Allerdings nur durch die weibliche Cannabispflanze. In den Knospen ist die Konzentration von Cannabinoiden wesentlich höher als in den Blättern. CBD Blüten unterscheiden sich äußerlich kaum von denen, die eine psychoaktive Wirkung aufweisen. Lediglich der unterschiedliche Gehalt von THC und CBD ist ausschlaggebend für die Wirkung.
  • CBD Pollen wiederum bestehen aus Harz, Blütenstaub und Trichomen. Letzteres beschreibt die Harzdrüsen an der Oberfläche der Pflanze. Diese sind für die Produktion der wertvollen Inhaltsstoffe verantwortlich. Zudem geben sie den Cannabinoiden den typischen Geschmack und schützen die Pflanze vor Insekten und Schädlingen sowie UV-Strahlen, Wind und Schimmel. Die CBD Pollen werden meist gemahlen und dann als Pollenstaub oder Pressling (Hash) an den Konsumenten verkauft.

Durch das Verdampfen mittels Vaporizer können die wertvollen Inhaltsstoffe der Pflanze in den Blutkreislauf gelangen, ohne dabei zusätzlich verbranntes Kohlenmonoxid aufzunehmen. Es handelt sich somit um die natürlichste Art, CBD zu konsumieren. Außerdem gelangt der Wirkstoff durch die Inhalation schneller in den Blutkreislauf als beispielsweise über die orale Methode. Dies ist auch der Grund, weshalb die Bioverfügbarkeit des Wirkstoffes durch diese Methode des CBD-Konsums sehr hoch ist. Als Bioverfügbarkeit wird das Maß für die CBD-Menge, die insgesamt in den gesamten Blutkreislauf und damit an die Wirkungsorte im Gehirn und in anderen Organen gelangt ist, beschrieben. Wird das CBD über die Lunge aufgenommen, muss es nicht den Weg durch den menschlichen Verdauungstrakt nehmen, weshalb es ohne Umwege im Blutkreislauf ankommen kann.

Bei CBD Pollen sowie bei CBD Blüten handelt es sich um ein unverarbeitetes Naturprodukt. Beide Pflanzenbestandteile enthalten eine Vielzahl an Terpenen, Flavonoiden und Cannabinoiden. Beim Kauf von Blüten und Pollen sollte auf die Qualität geachtet und damit die Herkunft berücksichtigt werden. Sind die Produkte EU-zertifiziert, kann man davon ausgehen, dass der Nutzhanf auf unbelastetem Boden gewachsen ist und keine Schadstoffe in den Endprodukten vorhanden sind. 2

Achtung ist geboten bei Drogenschnelltests! Es kann sein, dass durch die erhöhte Inhalation von CBD-Blüten und CBD-Pollen über einen längeren Zeitraum geringe Spuren von THC im Körper vorhanden sind. Dies kann zu einem positiven Drogentest trotz nicht vorhandenem Rausch führen. 3

CBD-E-Liquid

Nicht jeder mag diese Art des CBD Konsums. Wer aber trotzdem nicht auf die Inhalationsmethode verzichten möchte, kann auch auf fertige CBD-E-Liquids zurückgreifen.

E-Zigaretten bieten heutzutage einen Ersatz zur normalen Zigarette. Man kann sie befüllen mit einem Liquid nach Wahl. Alle erdenklichen Geschmacksrichtungen und Nikotinanteile sind möglich. Dadurch, dass reines CBD meistens in Kristallform verfügbar ist, kann dieses auch verflüssigt und zu Liquids verarbeitet werden. 4 Ebenso wie bei dem klassischen Liquid, bilden auch bei CBD-Liquids in den meisten Fällen die Lebensmittelzusätze Propylenglycol (PG) und pflanzliches Glycerin (VG) die Basis. Das flüssige CBD-Liquid kann dann direkt in den Tank oder Tröpfler einer E-Zigarette gefüllt und verdampft werden. Du solltest darauf achten, das Liquid nicht zu heiß zu verdampfen. Der Siedepunkt von CBD liegt zwischen 160 und 180 Grad Celsius. Der Verdampfer sollte etwa auf 200 Grad Celsius eingestellt sein. 5 Außerdem ist es wichtig den Nachfluss im Blick zu behalten. CBD – Liquids weisen oft eine ölige Struktur auf, weshalb genug davon im Tank vorhanden sein sollte, damit der übel schmeckende Dry Hit vermieden wird. Es kann auch sein, dass der Verdampferkopf (Coil) der E-Zigarette durch das Verdampfen von CBD-Liquid schneller altert, weshalb eine regelmäßige Wartung zu empfehlen ist. Über die Inhalation des Dampfes lässt sich das CBD ganz einfach über die Lunge aufnehmen. Auch in diesem Fall ist die Bioverfügbarkeit von CBD sehr hoch. Die Dosierung kannst du zum einen durch die Anzahl der Inhalationszüge bestimmen. Aber auch der Gehalt von CBD im Liquid ist dosierbar. Die verbreiteten Abstufungen beginnen bei 0,3% und reichen bis 10%. 6

Oraler Konsum von CBD

Eine Alternative zu der Inhalationsmethode stellt der orale Konsum von CBD dar. Der Wirkstoff wird in diesem Fall über den Mund aufgenommen und gelangt über den Verdauungstrakt in den Blutkreislauf. Diese Form dauert aufgrund des Umweges deutlich länger als die zuerst vorgestellte Methode. Für den oralen Konsum sind alle mit CBD angereicherten Lebensmittel sowie CBD Kapseln geeignet.

CBD Kapseln werden unzerkaut mit ein wenig Wasser geschluckt. Diese Methode eignet sich besonders gut für geschmackssensible Personen. Auch auf Reisen kann diese Variante von Vorteil sein, da man die Kapseln schnell und einfach einnehmen kann. Das CBD Öl befindet sich in gelöster Form im Inneren der Kapsel. Man sollte darauf achten, dass es sich bei den Kapseln um vegane Ölkapseln handelt. Diese werden vom menschlichen Körper ausgezeichnet verwertet. 7 Ein Nachteil verbirgt sich allerdings in der Variation der Dosierung. Man kann keine individuelle Dosis zu sich nehmen, da die Kapseln bereits eine vorgegebene Dosis aufweisen. Neben dieser Methode ist auch ein oraler CBD Konsum mittels Tee möglich. Dazu werden die Blüten mit siedendem Wasser überbrüht, abgedeckt und für 10 Minuten zur Seite gestellt.

Wenn man sich für die orale Konsummethode von CBD entscheidet, sollte man über eine Kombination mit fettreichem Essen nachdenken. Da sich die Kapseln beispielsweise erst im Magen auflösen, wird der Wirkstoff auf andere Weise absorbiert als bei der Inhalation. Studien fanden heraus, dass CBD in Verbindung mit fettreichem Essen deutlich effektiver ist. Die Bioverfügbarkeit hat sich in Tests um mehr als das Vielfaches erhöht. Genau gesagt konnten bei der Testgruppe, die CBD auf nüchternen Magen konsumierten im Anschluss 330 ng/ml im Blutplasma festgestellt werden. Diejenigen, die 30 Minuten vor der Einnahme von CBD ein fettreiches Frühstück aus Ei, Bacon, Bratkartoffeln & Milch zu sich genommen haben, hatten anschließend eine CBD Konzentration im Blutplasma von 1630 ng/ml. Ein deutlicher Unterschied! Es gibt verschiedene Ansätze, die dieses Phänomen erklären sollen. Forscher setzen zum einen auf die zusätzliche Sekretion von Gallensäuren im Darm, welche durch das Fett angeregt wird. Diese Säuren lösen lipophile Substanzen. Wie zum Beispiel CBD. Damit werden die Aufnahme und der Transport des Wirkstoffes durch die Membran verstärkt. Die Gallensäure wird demnach als Absorptionsverstärker betrachtet. Eine weitere Erklärung ist die stattgefundene Umgehung des Pfortadersystems der Leber und dem damit verbundenen First-Pass-Effekt in der Leber. Hier werden die Cannabinoide zu einem großen Teil abgebaut, bevor sie überhaupt im Blutkreislauf ankommen. Durch die Kombination mit einer fettreichen Mahlzeit, wurde ein Großteil der Cannabinoide bereits durch das Lymphsystem des Darmes resorbiert. Es bedarf allerdings noch weiterer Studien, um das Phänomen genau zu erklären. Egal welchen Hintergrund die Zugabe von Fett hat, eine Wirkung zu erzielen dauert trotzdem länger, als bei der Inhalationsmethode. Die ganze Wirkung entfaltet der Wirkstoff nach 4 bis 5 Stunden, wenn dann die CBD Konzentration im Blut ihr Maximum erreicht hat. Um eine stabile CBD Konzentration zu erreichen, reichen 2 Gaben (morgens & abends) aus.

Sublingualer CBD-Konsum

Für den sublingualen Konsum von CBD bieten sich die CBD Öle an. Unter der sublingualen Methode versteht man die Aufnahme des Wirkstoffes über die Zunge. Sub bedeutet „unter“ und lingual bedeutet so viel wir „auf die Zunge bezogen“. Die Tablette oder in diesem Fall das CBD Öl wird tröpfchenweise unter der Zunge platziert. Dann sollte man für einige Zeit warten um die Aufnahme über die Schleimhäute zu ermöglichen. Anschließend kann geschluckt und mit einem kleinen Schluck Wasser hinterhergespült werden.

Dasselbe Prinzip gilt für CBD Kristalle. Bei den Kristallen handelt es sich wohl um die reinste Form CBD zu konsumieren. Das Cannabidiol liegt in konzentrierter Form vor, andere Cannabinoide und Pflanzenstoffe sind eliminiert. Der zusätzliche Reinigungsprozess nach dem anfänglichen Extraktionsprozess filtert alle anderen Pflanzenmaterialien heraus. Übrig bleibt ein feines, weißes Pulver, welches zu 99% aus CBD besteht und keine Spur von THC mehr aufweist. Allerdings wird dadurch der wünschenswerte Entourage-Effekt nicht realisiert. Die Kristalle können ebenso unter der Zunge platziert werden. Mit der Zeit lösen sich diese dann auf und werden über die Mundschleimhaut absorbiert.

Bei beiden Anwendungen wird die Aufnahme über die Mundschleimhaut realisiert. Dies ist ideal um möglichst viele Cannabinoide aufzunehmen, weshalb die Bioverfügbarkeit sehr gut ist. Eine direkte Übertragung in das Blut soll erfolgen um den First-Pass-Effekt zu umgehen. Diese Konsummethode ermöglicht eine zeitnahe Wirkung, da das Cannabidiol nicht erst den langen Weg durch den Verdauungstrakt auf sich nehmen muss.

Topische Anwendung von CBD

In der Medizin versteht man unter einer topischen Anwendung die örtliche beziehungsweise äußerliche Verabreichung von Medikamenten. Dazu zählen demnach alle Medikamente, die nicht geschluckt, injiziert und inhaliert, sondern lokal angewandt werden. 8 Typische Beispiele dafür sind Nasentropfen, Salben und Lotionen. Diese können auch mit CBD versetzt werden um die gewünschte Wirkung lokal zu erfahren. Menschen, die beispielsweise an chronischen Schmerzen leiden, können von CBD-Salben profitieren. Denn diese werden als örtliche Schmerzmittel geschätzt und können an verschiedenen Körperteilen schnell und unkompliziert aufgetragen werden. Die schmerzlindernde Wirkung setzt rasch ein, da das Cannabidiol direkt über die Haut absorbiert wird. 9 Die Haut agiert in diesem Fall als molekulare Passage, über welche die Inhaltsstoffe vom Körper aufgenommen und anschließend über die Hautzellmembran transportiert werden. Geeignete Anwendungsgebiete sind neben chronischen Schmerzen wie zum Beispiel an den Gelenken auch Ekzeme und Schuppenflechte, welche mit der CBD Salbe äußerlich behandelt werden können.

Fazit

Das Inhalieren ermöglicht eine schnellere und stärkere Wirkung des CBD, da dieses dadurch schneller in den Blutkreislauf gelangt. Dies ist ein klarer Vorteil gegenüber anderen Konsummethoden. Das CBD muss sich nicht erst durch den Verdauungstrakt kämpfen, was zu einer besseren Bioverfügbarkeit führt. Etwa ein Drittel der Cannabinoide werden laut einer Studie von 1984 im Durchschnitt im Blut aufgenommen. Im besten Fall konnten sogar 45% erreicht werden. Inhaliert werden kann der Wirkstoff mittels Vaporizer oder E-Zigarette. Die Liquids sind in diversen Geschmacksrichtungen verfügbar. Dies ist für diejenigen angenehm, denen der natürliche Geschmack der Cannabinoide nicht bekommt. Eine gleichermaßen effektive Methode ist die sublinguale Aufnahme. CBD-Öle und CBD-Kristalle können unter der Zunge zergehen. Damit werden möglichst viele Inhaltsstoffe direkt über die Mundschleimhaut aufgenommen und müssen keinen Umweg über den Verdauungstrakt nehmen. Ähnlich wie bei der Inhalation, spürt man auch durch die sublinguale Aufnahme von CBD sehr schnell die entsprechende Wirkung. Bei der topischen Anwendung von CBD-Produkten wird der Wirkstoff über die Haut absorbiert. Dadurch wird eine örtliche Anwendung ermöglicht, um bei beispielsweise Gelenkschmerzen schnell und effektiv Abhilfe zu schaffen. Auch hier muss der Wirkstoff nicht über den Verdauungstrakt aufgenommen werden. Die Inhalation sowie die sublinguale und topische Aufnahme von CBD weisen demnach die höchste Bioverfügbarkeit auf. Allerdings lässt die Wirkung auf diesem Weg auch schneller nach, als bei der oralen Methode. Bei dieser Methode wird aufgrund der Umwege nur etwa ein Neuntel der Cannabinoide im Blut aufgenommen. Um die vergleichsweise niedrige Bioverfügbarkeit zu verbessern, sollte man in diesem Fall Einnahme mit fettreichen Mahlzeiten kombinieren. Es muss bestimmt nicht immer ein Frühstück mit Eiern, Speck und viel Butter sein. Um die Aufnahme Cannabinoide für den Körper zu erleichtern, kann auch Fett in Form von Kokosfett, Milch oder Sahne einem Tee beigemischt werden. Die Wirkung ist zwar trotzdem schwächer und es dauert länger (etwa vier bis fünf Stunden), bis man die volle Bandbreite der wertvollen Inhaltsstoffe im Blutkreislauf aufgenommen hat. Dafür hält die Wirkung durch die orale Aufnahme länger an und es ist bestimmt die diskreteste Variante, dem Körper CBD zuzuführen. 10

1 https://www.cbdnol.com/blogs/cbdnol-blog/cbd-blueten-fuer-anfaenger

2 https://www.cbdnol.com/blogs/cbdnol-blog

3 https://www.vitahanf.com/cbd-liquid/

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5 https://hanfjournal.de/2019/01/24/die-optimale-inhalation-von-cbd/

6 https://www.vitahanf.com/cbd-liquid/

7 https://www.cbd-vital.de/magazin/cbd-allgemein/die-populaersten-cbd-hanf-produkte

8 https://www.stada.de/service-gesundheit/stadapedia-lexikon/t/topisch.html

9 https://www.hanf-gesundheit.de/hanfprodukte/421-cbd-die-besten-methoden-zu-konsumieren

10 https://www.naturheilkunde-krebs.de/wp-content/uploads/2018/08/Cannabis-und-CBD-richtig-anwenden.pdf