CBD für deine Haut – CBD Creme selbst herstellen

Titelbild: chezbeate auf Pixabay

Cannabidiol ist gut für deine Haut. Das hat inzwischen auch die Kosmetikindustrie erkannt und fügt den Wirkstoff diversen Kosmetikartikeln bei. Salben, Cremes und Lotionen gespickt mit CBD gibt es inzwischen bei einigen Händlern zu kaufen. CBD wirkt bekanntlich entzündungshemmend, schmerzlindernd und versorgt die Haut mit wertvollen Nährstoffen wie zum Beispiel ungesättigten Fettsäuren, Vitaminen und Antioxidantien. Da es sich um ein Pflanzenextrakt handelt, ist der Zusatz völlig frei von synthetischen Elementen. Das alles hat allgemein eine positive Auswirkung auf die Haut.

Anwendungsgebiete von CBD Cremes

Es gibt Anwendungsfälle, bei denen CBD durch eine äußerliche Anwendung in Form von CBD Cremes ganz besonders die Haut unterstützen kann und somit effektiver eingesetzt werden kann, als bei anderen Anwendungsmöglichkeiten.

  • Beispielsweise beim Entgegenwirken des Alterungsprozesse. Diese Eigenschaft macht die CBD-Kosmetik besonders im Bereich der Anti-Aging-Pflege beliebt. Unsere Haut wird täglich gefordert. Sie dient als Schutzfunktion gegenüber freien Radikalen. Diese entstehen aufgrund von Umwelteinflüssen, UV-Strahlung, Zigaretten und Stress. Außerdem ist sie für die Temperaturregulierung zuständig und das Ableiten von Stoffwechselprodukten. Die regenerative und beruhigende Wirkung des Cannabidiol fördert die Zellregeneration. Außerdem enthält CBD ein hohes Maß an Antioxidantien, welche gegen freie Radikale wirken und somit feinen Linien und Fältchen entgegenwirken. Die Haut erscheint nicht nur jünger, sondern auch gesünder. Die Gamma Linolensäure (GLA) ist für Stoffwechselvorgänge im ganzen Körper, besonders der Haut zuständig und spielt eine große Rolle, wenn es um gesunde, straffe und schöne Haut geht. Der GLA-Anteil in CBD-Ölen ist wesentlich höher, als in herkömmlichen Ölen.
  • Eine Anwendung bei trockener und eingerissener Haut im Winter versorgt die Haut mit wichtigen Nährstoffen. Zusätzlich schützt CBD auch prophylaktisch die Haut vor dem Austrockenen. In den kalten Monaten ist die CBD-Kosmetik also ein besonders gutes Hilfsmittel.
  • Menschen, die zu fettiger und unreiner Haut tendieren, können auch von den Wirkstoffen profitieren. Das CBD ist ein Naturstoff, der die Talgproduktion der Haut regulieren kann und dabei auch noch äußerst effektiv. In diesem Fall sollte man auf eine leichte Creme zurückgreifen, die die Talgdrüsen nicht verstopft.
  • Eine medizinische Anwendung von CBD-Salben zeigt bei unterschiedlichen Hautkrankheiten eine positive Wirkung. Bei der Behandlung von Ausschlägen, Ekzemen, Rosacea und diversen Allergien konnten positive Ergebnisse erzielt werden. Das Cannabidiol versorgt die Haut mit den notwendigen Nährstoffen, weshalb der Pflegeeffekt bereits innerhalbkürzester Zeit bei den Patienten spürbar sein soll. Ein weiterer positiver Effekt wurde bei der Behandlung von Akne durch CBD erzielt. Die entzündungshemmende Wirkung von CBD hilft dabei, die entzündeten roten Akne-Punkte nachhaltig zu bekämpfen. Im gleichen Zuge wird die Talgproduktion angeregt um den Talg aus den Drüsen an die Hautoberfläche zu transportieren. Zink, Bisabol oder Dexpanthenol unterstützen das CBD erfolgreich in der Behandlung von Akne. Auch Neurodermitis ist eine Hauterkrankung, die auf eine Entzündung zurückzuführen ist und kann mit CBD behandelt werden. Neben dem entzündungshemmenden Wirkstoff Cannabidiol ist hier auch die Zugabe von feuchtigkeitsspendenden und beruhigenden Inhaltsstoffen von Vorteil. Dafür eignet sich zum Beispiel Hanfsamenöl, Lavendel, Ringelblume oder Sheabutter. Die Kombination bietet eine natürliche Alternative zur herkömmlichen Behandlung von Neurodermitis mit Cortison. Trotz all dieser positiven Erfahrungen ist auch CBD kein Wundermittel und kann nicht ungehindert bei allen Hautkrankheiten mit gleicher Erfolgsquote angewandt werden. Im Notfall sollte man sich demnach an einen Hautarzt wenden.

Worauf sollte ich bei CBD-Kosmetik achten?

Auf dem Markt existieren bereits einige CBD-Kosmetik-Produkte. Allerdings solltest du vor dem Kauf immer auf ein vorhandenes Qualitätssiegel achten. Bio-Naturkosmetik ist auch bei der Anwendung von CBD-Produkten essentiell, damit diese möglichst effektiv wirken. Handelt es sich nämlich um ein zertifiziertes Bio-Naturkosmetikprodukt, müssen die Inhaltsstoffe rein pflanzlicher, anorganisch-mineralischer Basis sein. Parabene, Paraffine, Silikone und Duftstoffe finden hier keinen Platz. Noch besser ist natürlich, wenn du die entsprechende Creme einfach selbst herstellst. In diesem Fall weißt du genau, welche Bestandteile vorhanden sind und wie hoch der tatsächliche Anteil des CBD-Wirkstoffes ist. Dieser entscheidet nämlich letztendlich über die Wirksamkeit der Creme. Je höher die Konzentration, desto besser der Effekt.

CBD Creme selbst machen

Es gibt tatsächlich unterschiedliche Herangehensweisen, eine Creme herzustellen. Je nach Anwendungsfall wird zwischen wasserbasierten Öl-in-Wasser (O/W) Cremes und fettbasierten Wasser-in-Öl (W/O) Cremes gewählt. Der Hauptunterschied ist also der Fett- bzw. Wasseranteil in Cremes. Aufgrund des hohes Wasseranteils kann eine O/W Creme eine kühlende Eigenschaft aufweisen, die W/O Creme allerdings nicht. Akut entzündete Hautstellen werden überwiegend mit einer wasserbasierten kühlenden Creme (O/W) behandelt. Bei trockener, strapazierter Haut, empfiehlt sich die Verwendung einer fettreicheren Creme (W/O). Ekzeme werden ebenso mit fetthaltigen Cremes behandelt.

Dieses Rezept für eine wasserbasierte CBD Creme (O/W) ist schnell zubereitet und die Creme besitzt einen für die Haut idealen pH-Wert. Dies stärkt zusätzlich die natürliche Säureschicht der Haut. Da der Wasseranteil nur geringfügig höher ist, als der Fettanteil und zusätzlich noch feuchtigkeitsbindende Substanzen beigefügt werden können, zieht diese Creme auf der einen Seite gut ein, ist aber auch zur Pflege von trockener Haut geeignet. Je nach gewünschter Anwendung, kann der Wasser- und Fettanteil auch angepasst werden. Die Inhaltsstoffe zur eigenen Herstellung einer CBD Creme sind:

  • 15 ml Pflanzenöl
  • 3 g Emulsan
  • 1-2 g Bienenwachs
  • 30 ml destilliertes Wasser
  • 2 g CBD Öl

Das Rezept sollte für ungefähr 100g CBD-Creme reichen. Als Pflanzenöl kann Traubenkernöl, Distel- oder Arganöl verwendet werden. Bei trockener Haut empfiehlt sich Mandel-, Avocado- oder Kokosöl. Alternativ zum Bienenwachs kann auch Sheabutter oder Kakaobutter verwendet werden. Bei Unverträglichkeiten sollte natürlich eine Alternative zu dem entsprechenden Inhaltsstoff gewählt werden, denn bei hautverträglichen Inhaltsstoffen profitiert die Haut am meisten und du kannst mit der Behandlung das bestmögliche Ergebnis erzielen. CBD selbst hat keine bekannten negativen Auswirkungen. Die angegebene Menge an CBD ist nur ein Richtwert und kann auch an die individuellen Bedürfnisse angepasst werden. Dabei solltest du dich nach deinen Bedürfnissen richten. Bei Hauterkrankungen sollte der CBD Gehalt zum Beispiel höher sein, als bei der einfachen Behandlung von trockener Haut.

Für die Zubereitung benötigst du außerdem folgende Arbeitsutensilien:

  • 1 Topf
  • 2 hitzebeständige Schalen
  • Pürierstab
  • Thermometer
  • Glasbehälter für die fertige Creme

Zu Beginn der Zubereitung werden etwa 250 ml Wasser in dem Topf erhitzt. Eine der zwei hitzebeständigen Schalen wird dann in dem Topf eingehängt. Ähnlich wie beim Schokoladeschmelzen, nur wird in diesem Fall das Bienenwachs (oder die alternative Zutat) in der Schüssel zum Schmelzen gebracht. Sobald dies geschehen ist, wird das Pflanzenöl, Emulsan und CBD-Öl beigemengt. Sobald alles geschmolzen und ist, wird die Schüssel aus dem Wasserbad genommen und das Thermometer kommt zum Einsatz. Die Mischung sollte nun auf ca. 40 Grad abkühlen, währenddessen wird das destillierte Wasser in einer zweiten Schüssel im Wasserbad erhitzt. Sobald die gewünschte Temperatur erreicht ist, wird das destillierte Wasser in die erste Schüssel gegeben. Mit dem Pürierstab kann die Mischung dann solange püriert werden, bis die gewünschte cremige Konsistenz erreicht ist. Die richtige Temperatur ist dabei entscheidend. Abschließend kann nun die entstandene Creme in ein zuvor gereinigtes Gefäß abgefüllt werden.

Anwendung, Nebenwirkungen und Haltbarkeit von CBD Cremes

Die CBD Creme kann wie eine gewöhnliche Creme aufgetragen werden. Für das Gesicht empfiehlt sich eine dünne Schicht, damit die Haut nicht zu fettig wird. Bei trockener und rissiger Haut empfiehlt sich eine dicke Schicht aufzutragen und dann einen Moment einziehen lassen, damit die wertvollen Inhaltsstoffe in Ruhe durch die vielen Hautschichten einziehen können. Anschließend kann der Rest sanft einmassiert werden. Da die Wirkungsdauer von CBD begrenzt ist, kann die Behandlung mehrmals täglich durchgeführt werden. Wie oft du das machst und in welchen Mengen ist individuell und abhängig von der jeweiligen Behandlungsursache sowie der in der Creme enthaltenen CBD Konzentration. Ebenso ist die Beschaffenheit der Haut an der Stelle, wo die Creme aufgetragen werden soll, entscheidend für die richtige Menge. Dünne Haut erleichtert dem Wirkstoff das schnelle Durchdringen durch verschiedene Hautschichten, weshalb weniger Creme verwendet werden muss, als bei dicken Hautstellen.

Nebenwirkungen durch CBD sind dabei kaum bekannt, da das Cannabidiol als sehr sicher angesehen wird. Außerdem gelangt der Wirkstoff lediglich in die Hautschichten um lokal zu wirken und wird durch diese Anwendungsmethode nicht in den Blutkreislauf aufgenommen.

Bei der Zubereitung von Kosmetik sollte generell Wert auf eine entsprechende Hygiene gelegt werden. Dadurch wird auch die Haltbarkeit positiv beeinflusst. Die Cremes sollten zudem an einem kühlen, dunklen Ort aufbewahrt werden. Am besten eignet sich dafür der Kühlschrank. Im besten Fall beträgt die Haltbarkeit von selbstgemachter Kosmetik ohne Zusatzstoffe etwa 12 Wochen.