CBD als pflanzliche Unterstützung zur Prophylaxe und Behandlung von Diabetes

Titelbild: silviarita auf Pixabay

Die Anzahl von Diabeteserkrankten steigt weltweit stetig an. Schätzungen zufolge sollen allein in Deutschland bis 2040 bis zu 12 Millionen Menschen betroffen sein. Daraus ergibt sich dringender Handlungsbedarf. Auf der einen Seite muss die Prävention verbessert werden, um die Diabetes-Neuerkrankungen zu reduzieren. Gleichzeitig ist bei steigender Zahl an Diabetesdiagnosen eine qualitativ hochwertige Versorgung auch für die Zukunft sicherzustellen. CBD soll dazu beitragen, das Wohlbefinden von an Diabetes erkrankten Menschen zu steigern. Die vielseitigen Eigenschaften des Cannabinoids tragen dazu bei, dass sowohl bei Typ-1-Diabetes als auch Typ-2-Diabetes die Symptome gelindert und sogar die Erkrankungsrate verringert werden kann, weshalb Forscher große Hoffnung in den pflanzlichen Wirkstoff setzen.

Die Zuckerkrankheit im Überblick

Mehr als 7 Millionen Menschen sind aktuell in Deutschland an Diabetes erkrankt. Darüber hinaus geht man von einer Dunkelziffer von mindestens 2 Mio aus. Diabetes zählt somit zu den großen Volkserkrankungen. Im Vergleich zu 1998 kann eine Steigerung um 38 Prozent verzeichnet werden. Berücksichtigt man die immer älter werdenden Generationen, beträgt die Steigerung immer noch 24 Prozent. 500.000 Neuerkankungen werden pro Jahr registriert, somit ca. 1.500 pro Tag. Man unterscheidet zwischen den beiden bekanntesten Formen von Diabetes, Diabetes Typ 1 und Diabetes Typ 2. Am häufigsten tritt Diabetes Typ 2 auf, etwa 6,9 Millionen Menschen sind davon betroffen. Nur ein Bruchteil (etwa 5%) ist an Diabetes Typ 1 erkrankt. Davon etwa 32.000 Kinder und Jugendliche unter 19 Jahren.

Die Bauchspeicheldrüse: Zucker wird zu Insulin

Nehmen wir zuckerhaltige Lebensmittel auf, sorgt in einem gesunden Körper die Bauspeicheldrüse dafür, den enthaltenen Zucker in die Zellen zu transportieren. Die Bauchspeicheldrüse (auch: das Pankreas genannt) ist eine der größten Drüsen des menschlichen Körpers. Das langgestreckte Organ liegt unmittelbar unterhalb des Zwerchfells im hinteren Teil der Bauchhöhle. Es besteht aus einem endokrinen Teil und einem exokrinen Teil. Beide Teile erfüllen eine lebenswichtige Funktion. Der exokrine Teil produziert ein Sekret, welches zum größten Teil aus Bicarbonat und Enzymen, genauer gesagt Amylase, Trypsin und Lipase, besteht. Letztere werden erst im Darm aktiv und dienen dort der Verdauung von Fetten, Kohlenhydraten und Proteinen. Der endokrine Teil produziert die Hormone Insulin und Glukagon. Diese Stoffwechselhormone übernehmen die Regulierung des Blutzuckers: Insulin senkt den Blutzuckerspiegel und Glukagon hebt diesen an. Das Insulin ist notwendig, um die Verwertung des im Körper befindlichen Zuckers durch die Körperzellen zu ermöglichen. Ohne Insulin kann keine Glukose aufgenommen werden, was schnell zu lebensbedrohlichen Zuständen führen kann. Das Glukagon reagiert auf zu wenig Zucker im Körper mit der Freisetzung eiserner Reserven des Körpers, vor allem aus der Leber. Wenn die Blutzuckerregulierung gestört ist, kann Diabetes mellitus die Folge sein.

Diabetes Typen

Das Krankheitsbild Diabetes gliedert sich in verschiedene Typen. Ein an Typ-1-Diabetes erkrankter Körper kann den aufgenommenen Zucker nicht mehr ausreichend oder gar nicht verstoffwechseln. Den Auslöser der Typ-1-Diabetes nennt man Insulitismus, eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse. Diese ist somit nicht mehr in der Lage, eigenes Insulin zu produzieren. Es handelt sich hierbei um eine Autoimmunkrankheit. Das eigene Immunsystem zerstört die insulinproduzierenden Zellen (Beta- Zellen), es kommt zu einem absoluten Insulinmangel. Während der Anteil des Blutzuckers stark ansteigt, werden die Körperzellen unterversorgt. Diabetes Typ 1 tritt meistens in jüngeren Lebensjahren auf. Er beginnt größtenteils abrupt, Symptome und Beschwerden setzen plötzlich ein. Dazu zählen neben häufigem Wasserlassen auch ungewollter Gewichtsverlust und Schwächegefühle. Es kann zu Leistungsminderungen, Müdigkeit und Schwindel kommen.

Bei Typ-2-Diabetes wird zwar Insulin ausgeschüttet, jedoch reagieren die Körperzellen nicht mehr darauf. Sie entwickeln eine Insulinresistenz. Die Bauchspeicheldrüse versucht diesen Mangel auszugleichen und schüttet mehr Insulin aus. Trotz erhöhtem Insulinspiegel gelangt jedoch immer weniger Zucker in die Körperzellen. Im weiteren Verlauf der Krankheit vermindert sich zudem die Insulinproduktion durch die Bauchspeicheldrüse, weshalb Insulinmangel auch bei diesem Typ auftreten kann. Ursachen für Typ-2-Diabetes kann eine entsprechende genetische Disposition sein. Die Krankheit ist häufig verbunden mit starkem Übergewicht und zu wenig körperlicher Bewegung. Zu viel Bauchfett begünstigt die Ausschüttung von Hormonen, welche Leber und Muskelzellen unempfindlicher für Insulin machen. Auch erhöhte Blutfettwerte sowie Bluthochdruck können eine ausschlaggebende Rolle spielen. Dieser Typ tritt meistens ab dem 40. Lebensjahr erst auf. Die Symptome bei Typ-2-Diabetes sind unauffällig, weshalb die Krankheit oft nur durch Zufall diagnostiziert wird und das meistens erst acht bis zehn Jahre nach Ausbruch. Müdigkeit und Schlappheit ist ein häufiges Symptom, ebenso treten oft Infektionen auf. Die klassische Symptome wie z. B. häufiges Wasserlassen oder Durstgefühl sind eher selten. 1

Therapie bei Diabetes Typ 1 & 2

Wesentlicher Teil der Therapie ist, dass sich ein Normalgewicht des Betroffenen einstellt, eine bewusste und gesunde Ernährung eingehalten wird und die Bewegung gefördert wird. Denn unabhängig davon, ob eine medikamentöse Behandlung notwendig ist, die Bedeutung körperlicher Aktivität für die Gesundheit bei zahlreiche chronische Krankheiten – somit auch bei Typ-2-Diabetes – ist enorm groß. Der präventive und therapeutische Effekt körperlicher Aktivität ist wissenschaftlich belegt.

Rund 50% der an Typ-2-Diabetes erkrankten Personen können mit Hilfe einer Ernährungsumstellung, Gewichtsabnahme und spezieller Schulung ohne die Zugabe von Medikamenten leben. Ab einem bestimmten Stadium spielen Medikamente, so genannte Antidiabetika, allerdings eine unverzichtbare Rolle. Sie dienen dazu, den Blutzuckerspiegel zu normalisieren. Dies betrifft rund 50 % der an Typ-2-Diabetes Erkrankten. Menschen mit Diabetes Typ 1 benötigen sogar eine lebenslange Therapie mit Insulin-Injektionen.

Während körperliche Bewegung und ein erreichtes Normalgewicht langfristig wirken, haben Medikamente leider nur einen kurzfristigen Effekt und müssen daher täglich eingenommen werden. Ein Verzicht darauf, aufgrund von Angst vor Nebenwirkungen oder das Vergessen der regelmäßigen Einnahme, können zu schwerwiegenden Begleit- bzw. Folgeerkrankungen führen. Daher ist eine Therapietreue enorm wichtig, um Diabetes erfolgreich behandeln zu können!

Begleit- & Folgeerkrankungen von Diabetes

Eine gestörte Blutzuckerregulierung im Körper kann zu schlimmen Begleit- bzw. Folgeerkrankungen führen, sogar bis zum Tod. Jede Stunde sterben drei Menschen an Diabetes. 2.000 Patienten erblinden pro Jahr und wieder mehr als 2.000 werden dialysepflichtig. 30 bis 40 Prozent der an Diabetes erkrankten Menschen haben Nierenschäden und jedes Jahr werden ca. 40.000 Amputationen aufgrund von Diabetes durchgeführt. Auch das Schlaganfall-Risiko ist dadurch um das Doppelte bis Dreifache erhöht. Der Prävention und Behandlung von Diabetes wird somit eine große Verantwortung zugeschrieben.

Diabetes Risiko senken durch gesunde Ernährung

Ernährung spielt in vielerlei Hinsicht eine übergeordnete Rolle. In der heutigen Welt greifen wir häufig auf Fast Food zurück oder kaufen Lebensmittel, die durch eine chemische Behandlung zwar länger haltbar, jedoch arm an wertvollen Inhaltsstoffen sind. Der bewusstere Konsum von gesundem Essen ist in jeder Lebenslage empfehlenswert. Besonders bei diabeteserkrankten Personen. Eine entsprechende Ernährungsumstellung ist daher für die Betroffenen eine natürliche Lösung zur Behandlung von Typ-2-Diabetes. Außerdem senkt eine gesunde Ernährung als Prophylaxe das Risiko, an Diabetes zu erkranken.

Die Basis bildet dabei die Verwendung von reichlich Obst und Gemüse. Jede Mahlzeit sollte daher möglichst viel davon enthalten um den eigenen Hunger am besten ganz damit zu stillen. Fleisch und Wurst sollte nur in Maßen gegessen werden. Dafür mindestens einmal die Woche Fisch. Bei der Zubereitung der Mahlzeiten sollte darauf geachtet werden, die Lebensmittel nicht in Fett zu ertränken. Bei der Wahl der Fette kann auf gesunde Öle und Fette zurückgegriffen werden. Zuckerhaltige Getränke sollten bestenfalls ersetzt werden. Lieber mehr Wasser, Saftschorle oder Tee trinken. Auch wenn es dem ein oder anderen vielleicht schwer fällt, sollte man für den Hunger zwischendurch, wenn möglich, zu gesunden Fast Food Alternativen greifen. Hilfreich ist dabei die Vorbereitung. Beispielsweise kann man sich für Unterwegs frisches Obst und Gemüse einpacken oder eine zuvor zubereitete ausgewogene Mahlzeit in Dosen mit sich tragen.

Wo der Zucker versteckt ist

Auch als Diabetiker kann man prinzipiell alles essen. Trotzdem gilt: eine einseitige und ungesunde Ernährung mit viel Fett und Zucker wird sich negativ auf die Blutzuckerwerte und das Körpergewicht auswirken und damit auch auf die Gesundheit. Damit sowohl die Prävention als auch die Behandlung von Diabetes gelingt, bedarf es eines Wandels des Verhaltens und der Ernährung. Um dies realisieren zu können, muss eine entsprechende Aufklärung, vor allem im Bereich Ernährung, vorangestellt werden. Gerade Zucker steckt in vielen Nahrungsmitteln und bleibt häufig unentdeckt. Sei es synthetisch hergestellter Zucker oder natürlicher Zucker, beispielsweise der Fruchtzucker. Die Zuckerfallen bleiben häufig unentdeckt und schleichen somit ganz ungeniert auf unseren Teller. Das liegt daran, dass sich nur die wenigsten die genaue Zutatenliste durchlesen und in den meisten Fällen nicht die „Codenamen“ für Zucker kennen. Womöglich nimmt man dadurch viel mehr Zucker zu sich, als man eigentlich will. Die süßen Verführung sind oft der Beginn eines ewigen Kreislaufes. Denn werden überwiegend zuckerreiche Lebensmittel verzehrt, kann es zu vermehrten Heißhungerattacken kommen. Der durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlene maximale Zuckerkonsum liegt bei sechs Teelöffeln pro Tag – diese Angabe entspricht rund acht Zuckerwürfeln beziehungsweise 25 Gramm. Eine der größten Zuckerfallen stellt handelsüblicher Fruchtjoghurt dar. Mit einem 150-Gramm-Becher deckt man schon die komplette empfohlene Tagesration an Zucker ab, ganze sechs Würfelzucker sind darin enthalten. Um sich fettarmer zu ernähren, greift man auch häufig bei Milchprodukten auf die fettarme Version zurück. Jedoch steckt in denen deutlich mehr Zucker, um dem Konsumenten trotz weniger Milch ein ebenbürtiges Geschmackserlebnis zu bieten. Eine weitere Zuckerfalle stellen eingemachtes Obst und Gemüse in Dosen und Gläsern dar. In einem großen Glas Rotkohl stecken umgerechnet 25 Würfelzucker, in einer 450-Gramm-Dose Ananas stolze 18. Selbermachen und dabei auf frische Zutaten zurückgreifen, lautet die Devise. Das gleiche gilt beispielsweise für Smoothies. Diese aus dem Supermarktregal schmecken besonders lecker, jedoch wird dem eh schon zuckerreichen Obst oft noch zusätzlicher Industriezucker beigemischt. 200 Milliliter enthalten somit ganz schnell 26 Gramm Zucker, also fast neun Zuckerwürfel. Will man sich selbst einen möglichst zuckerfreien Smoothie zubereiten, hilft es, den Gemüseanteil hochzusetzen um dadurch den Fruchtzuckeranteil zu senken.

Forschung liefert Hinweise zur Behandlung von Diabetes mittels CBD

CBD soll sich sowohl bei Diabetes Typ 1 als auch bei Diabetes Typ 2 positiv auswirken. Der nicht psychoaktive Wirkstoff der Hanfpflanze, das Cannabidiol, hat viele Eigenschaften. Beispielsweise ist er entzündungshemmend und immunstärkend. Im Fall von Typ-1-Diabetes soll CBD dazu beitragen, die Beta-Zellen zu regenerieren und gleichzeitig dazu anregen, wieder körpereigenes Insulin auszuschütten. Außerdem hat CBD eine schmerzstillende Wirkung. Bei an Diabetes erkrankten Personen können vermehrt Schmerzen an Armen und Beinen auftreten. Eine regelmäßige Einnahme von CBD kann die Beschwerden lindern.

Anhand einer mit Mäusen durchgeführte Studie konnte bewiesen werden, dass sich die Anzahl der Typ-1-Diabetes Fälle durch die Zugabe von CBD verringerte. Innerhalb der Studie wurden die Mäuse in zwei Gruppen unterteilt. Diese, die nicht mit CBD behandelt wurde, wies eine Erkrankungsrate von 86% auf. Bei der Testgruppe, die täglich 10 – 20 Injektionen CBD verabreicht bekommen hat, diagnostizierte man den Typ-1-Diabetes anschließend nur bei 30% der Mäuse. Zusätzlich verlief der Erkrankung bei den erkrankten Mäusen dieser Testgruppe wesentlich langsamer. Die entzündlichen Zytokine konnten mit Hilfe des Cannabinoids um 70% reduziert werden.

Eine ebenfalls positive Einflussnahme durch CBD konnte bei dem Diabetes Typ 2 festgestellt werden. Durch die Einnahme von CBD konnte man innerhalb einer Studie eine damit einhergehende Steigerung der Insulinsensitivität nachweisen. Das bedeutet, die Körperzellen reagieren wieder verstärkter auf das Insulin und die Bauchspeicheldrüse verarbeitet mehr Blutzucker. Ein weiterer positiver Nebeneffekt ist die durch das Cannabinoid angekurbelte Fettverbrennung. Weißes Fett, welches Energie speichert, wird in braunes Fett verwandelt, welches Energie verbrennt. Da starkes Übergewicht besonders bei Typ-2-Diabetes einen ausschlaggebenden Faktor darstellt, trägt diese Eigenschaft bei der Behandlung zu einem positiven Ergebnis bei. Die Gewichtsreduktion führt gleichzeitig zu einer Verringerung der Insulinresistenz. Verschiedene Studien zeigen auf, dass durch eine Reduktion von Übergewicht und/oder Bewegungsmangel bei Personen mit einem erhöhten Risiko, an Typ-2-Diabetes zu erkranken, mittelfristig eine Erkrankung hinausgezögert oder sogar verhindert werden kann.