Mit CBD durch die Corona-Pandemie – Wie Hanf die psychische Gesundheit unterstützen kann

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Die Corona-Pandemie hat uns alle vor zahlreiche Herausforderungen gestellt – und tut dies auch weiterhin. Seit Beginn an sind mehr als 150 Millionen Menschen an COVID-19 erkrankt und mehr als 3 Millionen daran gestorben. Auch wenn sich die Zahlen zur Zeit wieder vergleichsweise schnell erholen, bei uns Menschen dauert die Regeneration wohl noch etwas länger. Insbesondere die Personen, die aus beruflichen oder privaten Gründen stark unter der Pandemie gelitten haben, werden wohl noch einige Zeit an den Folgen der Pandemie zu knabbern haben. Selbst diejenigen, die körperlich gesund geblieben sind, haben großes Leid in Folge der Pandemie verspürt – auf psychischer Ebene. Arbeitslose Menschen, psychisch kranke Menschen, Selbstständige und Frauen, vor allem Alleinerziehende, die Homeschooling und Homeoffice gleichzeitig bewältigen mussten, haben in der Pandemie besonders gelitten. Wie eine amerikanische Studie nun zeigt, war das Angstniveau der US–Bevölkerung innerhalb des vergangenen Jahres aufgrund einer tödlichen Pandemie und der zugleich historischen Präsidentschaftswahl deutlich gestiegen. Ebengleich wie der Konsum von CBD Produkten. Was sich außerdem geändert hat, ist der Grund der Einnahme von CBD. Laut Studie entwickeln sowohl bisherige als auch neue Kund:innen eine Art proaktive Gesundheitsvorsorge, um ihre psychische Gesundheit zu managen. Ob CBD beispielsweise bei Angststörungen und Panikattacken tatsächlich unterstützen kann, wird seit der neuesten deutschen Studie aus Leipzig diskutiert. Was jedoch feststeht, ist die ausgleichende Wirkung auf unseren Organismus. Ein natürlicher Effekt, der vor allem in Corona Zeiten hilfreich ist.

US Studie über den Grund der Einnahme von CBD

Aclara Research untersuchte vergangenes Jahr den CBD-Konsum der US amerikanische Bevölkerung und konnte dabei Parallelen zur Pandemie feststellen. Unter den 3.000 Verbraucher:innen waren Regelmäßigkeiten in der Verwendung von CBD Produkten erkennbar. Etwa 88 Prozent der Befragten gaben an, die Produkte mindestens einmal die Woche zu verwenden. Folgende Hauptgründe wurden für die Einnahme genannt:

  • Schmerzlinderung: 58 Prozent
  • Angstzustände: 58 Prozent
  • Entspannung: 48 Prozent
  • Schlaf: 37 Prozent
  • Allgemeines Wohlbefinden: 30 Prozent

Aus den Ergebnissen geht hervor, dass die Konsument:innen verstärkt einen Weg suchen, die Zunahme an Stress und Ängsten zu kompensieren, die im vergangenen Jahr innerhalb des US – Bevölkerung festgestellt wurde. 53 Prozent der Erwachsenen US – Bevölkerung gaben nämlich an, dass ihre psychische Gesundheit und ihr Wohlbefinden durch die Corona-Pandemie negativ beeinflusst wurde. Mehr als ein Drittel leidet laut eigner Aussagen unter Angstzuständen. Vergleicht man dies mit den Angaben von Januar bis Juni 2019, kann man einen deutlichen Anstieg erkennen. Zu dieser Zeit gaben lediglich einer von 10 Erwachsenen an, Angstzustände zu verspüren. Innerhalb der US Studie stimmten außerdem 68 Prozent der Teilnehmenden der Aussage „Ich fühle während der Pandemie mehr Stress als vorher“ zu. Weitere 42 Prozent sehen eine Übereinstimmung mit der Aussage: „Ich kaufe mehr immunitätssteigernde Lebensmittel und Nahrungsergänzungsmittel, um meine Gesundheit zu verbessern“.

Stärkere psychische Belastung durch die Corona-Pandemie

Auch in Deutschland wurde eine stärkere psychische Belastung in Folge der Pandemie festgestellt. Homeoffice und Homeschooling, Einschränkungen im Wirtschaftsleben und bei privaten Kontakten – die Pandemie und die Maßnahmen zur Einschränkung dieser haben durchaus Spuren hinterlassen, auch auf psychischer Ebene. Die NAKO Gesundheitsstudie konnte bereits während des ersten Lockdowns im Frühling 2020 feststellen, dass junge Erwachsene und Erwachsene mittleren Alters stärkere Symptome von Angst, Stress und depressive Symptome verspürten. Frauen waren von der Belastung stärker betroffen. Die Studie ist Deutschlands größtes Forschungsprojekt zur Gesundheit der Allgemeinbevölkerung und gibt deswegen einen repräsentativen Überblick über den psychischen Zustand der Bevölkerung. Die Ergebnisse haben gezeigt, dass die psychosoziale Auswirkungen der Pandemie und der damit verbundenen Einschränkungen nicht unterschätzt werden darf. Inzwischen ist ein weiteres Jahr vergangen voller Ungewissheit, Einschränkungen und Isolation. Menschen haben nicht nur ihre Existenzen sondern auch Familienmitglieder verloren. Andere waren selbst Covid Patient:innen und erholen sich noch immer von den körperlichen und seelischen Symptomen. Die Direktorin für psychische Gesundheit, Devora Kestel, hat bereits im letzten Jahr bei einer virtuellen Pressekonferenz daran appelliert, die Psyche als Covid-19 Aspekt nicht zu vergessen: „Die Trauer um gestorbene Corona-Opfer, Vereinsamung, Einkommensverluste und Angst lösen psychische Erkrankungen aus oder verschlimmern bereits bestehende Erkrankungen“. „Erhöhte[r] Alkohol- und Drogenkonsum, Schlaflosigkeit und Angstzuständen“ seien bei vielen Menschen die Antwort auf diese Probleme. Erfahrungen aus vergangenen Krisen zeigen, dass insbesondere übermäßiger Alkoholkonsum nach traumatischen Ereignissen zur Stressreduzierung durchaus üblich ist. Sowohl die Alkoholtrinkmenge als auch die Trinkhäufigkeit sind während der Pandemie gestiegen. Der Gesamtalkoholabsatz in den Ländern Deutschland, Großbritannien und den Vereinigten Staaten ist nach vorläufigen Schätzungen durch Expert:innen im Jahr 2020 im Vergleich zu 2019 um drei bis fünf Prozent gestiegen. Neben den daraus resultierenden Problemen im familiären Umfeld der Betroffenen, steigt mit dem vermehrten Alkoholkonsum auch das Risiko für vorzeitige Sterblichkeit, Verletzungen und viele Krankheiten wie Krebs oder Leberzirrhose. Die Lebenserwartung könnte in den nächsten 30 Jahren aufgrund von Krankheiten und Verletzungen durch den Alkoholkonsum um knapp ein Jahr sinken. Dazu kommt ein Anstieg medizinischer Kosten in Höhe von etwa 2,4 Prozent der gesamten Gesundheitsausgaben pro Jahr.

Psychische Gesundheit als wirtschaftlicher Risikofaktor

Wie man sieht, sind die Auswirkungen auf die psychische Gesundheit nicht nur für das einzelne Individuum von hoher Relevanz, sondern auch für die Wirtschaft. Im Fall von erhöhtem Alkoholkonsum, kommt zu den erhöhten Ausgaben für die medizinische Versorgung auch noch der Nachlass an Produktivität der Arbeitskräfte. Laut WHO gehen alleine durch Depressionen und Angstzustände jedes Jahr rund 850 Milliarden Euro an Produktivität verloren. Diese Schätzungen wurden noch vor Beginn der Pandemie abgegeben. Bezieht man nun die Auswirkungen auf die psychische Gesundheit durch die Corona-Pandemie mit ein, werden die Prognosen sicherlich nach oben korrigiert. Aus diesem Grund ist es von großem Interesse, die psychische Gesundheit eines jeden zu schützen und insbesondere in Zeiten der Pandemie, ausreichend Unterstützung für die Betroffenen anzubieten.

Wertvolle Stützen in der Corona-Pandemie

Von den Auswirkungen der Corona-Pandemie waren manche mehr und manche weniger betroffen. Auch in Bezug auf die psychische Gesundheit konnte man Unterschiede verzeichnen. Ein Forschungsteam aus Mainz hat innerhalb einer Metaanalyse insgesamt 104 Studien ausgewertet, um die Folgen der Pandemie für die Allgemeinbevölkerung einzuschätzen. Dabei kam das Team zu dem Ergebnis, dass diese von verschiedenen Faktoren abhängig waren. Faktoren, die die Bewältigung der Pandemie erleichtert oder eben verschlechtert haben. Einer dieser Faktoren war das Alter der Studienteilnehmenden. Sowohl beim Gesundheitspersonal als auch innerhalb der Allgemeinbevölkerung hat ein höheres Alter zu mehr Gelassenheit beigetragen. Auch ein höheres Einkommen und ein besseres Bildungsniveau sollen dabei geholfen haben, psychische Störungen zu vermeiden. Letzteres kann damit zusammenhängen, dass eine gute Bildung die Suche nach geeigneten Informationsquellen erleichtert und Unsicherheiten und Zweifel durch eine verlässliche Versorgung mit Informationen dadurch gestillt werden konnten. Ein weiterer Einflussfaktor waren stabile Beziehungen sowie andere Formen der sozialen Unterstützung. Eine Krise, in welcher soziale Kontakte unterbunden werden und man lediglich den eigenen Haushalt in seiner unmittelbaren Nähe haben darf, stellt viele Menschen vor neue Herausforderungen. Paare und Familien müssen sich der Situation auf eine andere Art und Weise stellen wie Singles. Laut dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat die Zufriedenheit in den Familien im Verlauf der Pandemie massiv abgenommen. Von den Alleinstehenden klagen 62 Prozent über psychische Belastungen. Insbesondere junge Erwachsene leiden unter der Isolation. Stabile Beziehung erwiesen sich demnach als wertvoll für die Psyche. Unterschiede verzeichnete man zudem innerhalb der Geschlechter. Personen, die sich dem männlichen Geschlecht zugehörig fühlten, konnten den Ergebnissen der Metaanalyse zufolge trotz häufigerer Erkrankung an COVID-19 die Krise leichter bewältigen als diejenigen, die sich dem weiblichen Geschlecht zugehörig fühlten. Sowohl innerhalb der Allgemeinbevölkerung als auch speziell beim Gesundheitspersonal haben psychische Vorerkrankungen sowie zu Sorgen und Ängsten neigende Persönlichkeiten das Risiko einer mentalen Störung in der Pandemie erhöht. Da sich diese Studien lediglich auf die erste Welle der Pandemie beziehen, können keine Aussagen darüber getroffen werden, ob die genannten Einflussfaktoren auch im weiteren Verlauf der Pandemie bestanden und wie sich diese nun auf die Rate an psychischen Erkrankungen auswirkt.

Was tun um die psychische Gesundheit zu stärken?

Die bereits erwähnte Metaanalyse kam auch zu dem Ergebnis, dass die Pandemie in der Allgemeinbevölkerung vor allem Ängste und Depressionen ausgelöst hat. Eine Situation, innerhalb welcher der Bedarf an Hilfe enorm steigt, gleichzeitig aber auch zu Einschränkungen bei psychosozialen Diensten führt. Betroffene sind häufig sich selbst überlassen, da die therapeutische Versorgung leider unterrepräsentiert ist. Um sich bestmöglich vor den mentalen Folgen der Pandemie zu schützen sowie die psychische Gesundheit zu erhalten, kann man sich in den Hinweisen der Forschung zum Thema Resilienz, unsere psychische Widerstandskraft, orientieren. Daraus ergeben sich folgende Tipps zum Schutz der Seele:

  1. Informiere dich ausgiebig Die Corona-Pandemie hat wieder einmal gezeigt, dass Angst und Sorgen oft durch Unsicherheiten entstehen. Die Unsicherheiten wiederum machen sich aufgrund von Unwissenheit breit. Um sich also vor Sorgen und Ängsten zu schützen, ist es wichtig, den Bedarf an Informationen zu stillen. Dabei ist die Wahl des Mediums jedoch ausschlaggebend. Falschinformationen verbreiten sich im Internet rasant und nutzen jede Lücke, um sich breitzumachen. Achte bei deiner Informationsrecherche also weiterhin auf seriöse Quellenangaben.
  2. Organisiere deinen Tagesablauf Familien standen während den Schulschließungen immer wieder vor der Herausforderung, Homeoffice und Homeschooling miteinander zu vereinbaren. Allein der Schritt raus aus dem Büro ins heimische Wohnzimmer, ist für viele eine Herausforderung. Sich jeden Tag aufs Neue zu motivieren, den Schlafanzug gegen eine Hose einzutauschen, obwohl sich der Arbeitsplatz in unmittelbarer Nähe um Bett befindet, kann ermüdend sein. Gleichzeitig läuft man Gefahr, keine Pausen zu finden, da Arbeit und Privatleben ineinander übergehen. Da das Homeoffice in absehbarer Zukunft weiterhin Bestandteil unsers Alltags bleiben wird, sollte man sich bewusst Zeit nehmen, den eigenen Tagesablauf zu organisieren und bewusst in Arbeits- und Freizeitphasen zu unterteilen.
  3. Bewege dich! Dass Bewegung gut tut und man jeden Sonnenstrahlen nutzen sollte, um sich an der frischen Luft aufzuhalten, hat Oma nicht umsonst immer gesagt. Es ist sogar wissenschaftliche erwiesen, dass regelmäßige Bewegung das Stresshormon Adrenalin abbaut. Ausdauersportarten wie Joggen, Walken und Fahrradfahren eignen sich dazu besonders gut und sind in jedem Fall erlaubt.
  4. Wende gezielt Entspannungstechniken an In stressigen Zeiten ist in unserem Kopf ganz besonders viel los. Diverse Techniken können dabei helfen, das Gedankenkreisen zu unterbrechen sowie Körper und Geist in eine Lage der Entspannung zu versetzen. Dazu zählen neben Yoga und klassischer Meditation auch die progressive Muskelentspannung sowie Achtsamkeitsübungen und autogenes Training. Welche Technik für dich die geeignetste ist, musst du durch Ausprobieren selbst herausfinden.
  5. Werde kreativ, suche dir ein Hobby Gerade zur Hochzeit der Pandemie war man auf sich selbst gestellt, was die Freizeitgestaltung anging. Anstatt vor dem Fernsehen alt zu werden, haben viele die Zeit genutzt, um sich ein neues Hobby anzueignen. Wann hatte man schließlich so viel Zeit als während des Lockdowns? Doch auch unabhängig von der Pandemie tragen Hobbys erheblich zum Erhalt der mentalen Gesundheit bei. Durch den kreativen Ausgleich zum Alltag senkt man auf Dauer nachweislich den Stresslevel und somit auch das Risiko, an einer psychischen Überlastung zu leiden. Tätigkeiten mit den Händen sollen dazu besonders gut geeignet sein. Handarbeit macht den Kopf frei und fördert nachweislich die kognitiven Fähigkeiten. Gartenarbeit zählt ebenfalls zu den Hobbys, die gut gegen Stress und Depression sein sollen. Darüber hinaus soll das Demenzrisiko durch Gartenarbeit um rund 40 Prozent gesenkt werden.
  6. Freundschaft und Familie Der Mensch ist ein soziales Wesen, was sich bereits bei der Geburt zeigt. Ohne Kontakt zu anderen Menschen, würde ein Säugling nicht überleben. Beziehungen innerhalb und außerhalb der Familie ist für die meisten Menschen ein wesentliches Bedürfnis und zum Erhalt der psychischen Gesundheit unerlässlich. Unabhängig von der Corona Pandemie hat der Mensch innerhalb seines Lebens mehrere Phasen, die vermehrt von Einsamkeit geprägt sind. Durchschnittlich tritt die erste Phase mit Ende 20 ein. In dieser Lebensphase kommt es oftmals zu bedeutenden Veränderungen in Bezug auf die eigenen sozialen Beziehungen. Die ersten Paare im Freundeskreis heiraten und bekommen Kinder oder ziehen aufgrund eines besseren Jobangebotes in eine andere Stadt. Der Freundeskreis wird möglicherweise nochmal neu durchmischt, weshalb man sich auch schnell einsam fühlen kann. Die zweite sensible Phase soll Studien zufolge durchschnittlich im Alter von 55 Jahren stattfinden. Eben dann, wenn die letzten Kinder das elterliche Nest verlassen haben und diese nun vor der Herausforderung stehen, ihren Alltag neu auszurichten. Die letzte Hochphase der Einsamkeit tritt im Alter von etwa 80 Jahren ein. Grund dafür sind möglicherweise bereits verstorbene Lebenspartner:innen sowie Freund:innen. Körperliche Beeinträchtigungen im Alter führen außerdem dazu, dass soziale Aktivitäten häufig mit Anstrengung verbunden sind, weshalb die Intervalle dazwischen länger werden. Da Einsamkeit nachweislich das Immunsystem schwächt, indem DNA-Abschnitte aktiver werden, die die Abwehr gegenüber Viren hemmen und Entzündungen fördern, ist es wichtig, dieser entgegenzuwirken. In Pandemie-Zeiten muss man jedoch erfinderisch werden und die sozialen Kontakte digital pflegen. Chats und Videoanrufe mit den Lieben schaffen und Nähe auf Distanz. Freundschaften zu Tieren zählen übrigens auch dazu. Laut den „Centers for Disease Control and Prevention“ senkt das Streicheln von Tieren den Blutdruck, den Cholesterinspiegel und verringert das Gefühl von Einsamkeit. Hunde haben dabei eine ganz besonders positive Wirkung auf uns Menschen. Die Vierbeiner bewirken, dass unser Wohlbefinden steigt und der Stresslevel gleichzeitig sinkt. Dieses Phänomen wird unseren Hormonen zugeschrieben. Durch den Umgang mit Hunden wird im menschlichen Organismus die Produktion des Glückshormons Oxytocin angeregt. Wer keinen eigenen Hund hat, muss aber nicht auf diese Erfahrung verzichten sondern kann mit den Vierbeinern aus dem Tierheim spazieren gehen und hat damit gleich noch etwas Gutes getan.
  7. Übe dich in Dankbarkeit Krisen zu bewältigen ist Bestandteil unserer Gesellschaft. Die Corona-Pandemie ist eine Herausforderung aber dennoch nicht unüberwindbar. Sich dessen bewusst zu werden, kann bereits helfen, aus der Spirale an negativen Gedanken wieder auszusteigen. Wie geht es dir im Hier und Jetzt? Was kannst du jetzt tun, damit es dir gut geht? Blicke nicht nur darauf zurück, was die Pandemie dir genommen hat, sondern auch darauf, was sie dir geschenkt hat. So zum Beispiel die Zeit für dich selbst und mit deinen Liebsten oder die Wertschätzung der als so selbstverständlich wahrgenommenen Kleinigkeiten. Diese einschneidende Zeit kann auch als Chance wahrgenommen werden, sich auf sich selbst zu besinnen, Neues auszuprobieren und dabei wertvolle Erfahrungen zu sammeln.
  8. Suche aktiv nach psychologischer Hilfe Zu guter Letzt der Appell, bei Bedarf psychologische Hilfe aktiv einzufordern. Neben Online Sprechstunden mit Psychotherapeut:innen gibt es beispielsweise auch die Möglichkeit einer Teilnahme an entsprechenden Kursen und Programmen. Das Startup Selfapy bietet beispielsweise solche Kurse an, die zum Teil sogar durch die Arbeitgeber:innen beziehungsweise die gesetzlichen Krankenkassen getragen werden. Darüber hinaus steht jedem die Telefon Seelsorge kostenfrei und unbegrenzt zur Verfügung.

Wohltuendes aus der Natur

Was heutzutage leider stark unterschätzt wird, ist die Kraft der Natur. In ihr finden wir hilfreiche Hausmittel, die die Selbstheilung fördern. Dazu zählt auch unsere geistige Gesundheit. Als Unterstützung zu den zuvor genannten Aktivitäten, schenkt uns die Natur verschiedene Kräuter, die dabei helfen können, unsere Stimmung zu heben und Stress abzubauen. So zum Beispiel Johanniskraut. Das Heilkraut ist bereits seit langer Zeit bekannt und soll nicht nur bei Hautproblemen und Periodenschmerzen Wunder vollbringen, sondern auch dabei unterstützen, die Stimmung zu verbessern. Tatsächlich hat sich Johanniskraut bereits in der Therapie leichter Depressionen etabliert. Auch Gänseblümchen können uns ein Lächeln ins Gesicht zaubern – und zwar nicht nur durch ihr zauberhaftes Erscheinungsbild. Das Gänseblümchen ist die Heilpflanze des Jahres 2017. Setzt man sie in einem Sud an, kann dieser die Stimmung erhellen sowie bei Herpes, Akne oder blauen Flecken unterstützen. Stress, innere Unruhe und Schlaflosigkeit kann mit Hilfe von Baldrian und Melisse entgegengewirkt werden. Während Baldrian beruhigend auf den Körper wirkt, hilft Melisse dabei, gegen Nervosität und schlaflose Nächte anzukommen. Bereits Hildegard von Bingen war sich dieser heilenden Wirkung bewusst. Sie schrieb: „Die Melisse ist warm. Ein Mensch, der sie isst, lacht gerne, weil ihre Wärme die Milz beeinflusst und daher das Herz erfreut wird“. Da manche Heilkräuter in Wechselwirkung mit Medikamenten treten, sollte jedoch vor der Einnahme immer Rücksprache mit dem betreuenden Arzt gehalten werden.

So wirkt CBD im menschlichen Körper

Eine ebenso wohltuende Wirkung für Körper und Geist bringt CBD mit sich. Die zu Beginn erwähnte Studie zeigt, dass CBD in Zeiten von Corona verstärkt genutzt wird. Grund dafür ist vermutlich die ausgleichende Wirkung des Cannabinoids auf den menschlichen Organismus. CBD ist ein Bestandteil der Hanfpflanze, welche keine psychoaktiven Effekte aufweist. Man muss also nicht vermuten, dass die Einnahme von CBD Öl high macht. Im Gegenteil – man hat sogar herausgefunden, dass CBD die psychoaktive Wirkung seines Mitspielers THC hemmt. Darüber hinaus kann CBD bei unterschiedlichen Erkrankungen den Körper positiv unterstützen. Eben auch im Bereich der psychischen Gesundheit. Grund dafür ist die Wirkung des Cannabinoids auf unser Endocannabinoid-System. Dieses ist sowohl im menschlichen als auch tierischen Körper für zahlreiche Prozesse verantwortlich. Es besteht aus vielen verschiedenen Rezeptoren, welche eine proteinbasierte chemische Struktur aufweisen. Dadurch können die Rezeptoren Signale von verschiedenen Reizen empfangen. Man geht davon aus, dass CBD mit den CB1 und CB2-Rezeptoren interagieren kann. Diese sind hauptsächlich im zentralen Nervensystem bzw. im peripheren Nervensystem zu finden. Wie genau CBD die CB1-Rezeptoren im Gehirn beeinflusst, ist noch nicht vollständig geklärt. Man geht jedoch davon aus, dass das Cannabinoid die Serotonin-Signale verändern kann. Serotonin ist ein wichtiger Neurotransmitter wenn es um unsere psychische Gesundheit geht. Das „Glückshormon“ ist dafür bekannt, das Wohlbefinden zu fördern und auf Körper und Geist beruhigend zu wirken. Darüber hinaus soll CBD unter anderem auch den 5-HT1A-Rezeptor blockieren, wodurch dem Cannabinoid zusätzlich ein angstlösender sowie antidepressiver Effekt zugeschrieben wird.

CBD bei Ängsten und Depressionen

Diese Effekte machen sich Menschen zunutze, die unter Angstzuständen und Depressionen leiden. Da Angststörungen vermutlich ein gestörtes Gleichgewicht von Botenstoffen (z.B. Serotonin) zugrunde liegt, kann die regulierende Wirkung von CBD auf natürliche Weise unterstützen und bietet damit eine Alternative beziehungsweise Ergänzung zur herkömmlichen Medikation. In herausfordernden Zeiten wie diesen ist es absolut verständlich, dass einem die Decke auf den Kopf fällt und die Stimmung eher trüb ist. Dass, wie zu Beginn erwähnt, immer mehr Konsument:innen CBD einnehmen um Schmerzen aber auch Ängste zu lindern, zeigt, wie wertvoll das Cannabinoid in der Pandemie sein kann. Manche Menschen mit Angstzuständen und depressiven Verstimmungen können ihren Zustand allein mit der Behandlung durch CBD in den Griff bekommen. Obwohl von CBD kein Suchtpotential ausgeht und die Einnahme auch völlig legal ist, sollte man dennoch zu Beginn mit einem Arzt über das Vorhaben sprechen. Insbesondere dann, man bereits einen Behandlungsplan hat. Die Gesundheit von Körper und Geist zu erhalten, hat oberste Priorität – auch und besonders dann, wenn die Welt Kopf steht.