„Cannabis wird Deutschland friedlicher machen“

Titelbild: fak1911 auf Pixabay

Vor vier Jahren sagte der Jugendrichter Andreas Müller in einem Interview mit der ZEIT, dass in vier Jahren – also in diesem Jahr, 2019 – Cannabis legal sein werde. Cannabis werde Leben und Familien retten und es brauche deutsche Hanfplantagen in staatlicher Hand.

Auch wenn seine Vorhersage nicht ganz eingetroffen ist, so ist die Legalisierung von Cannabis in der öffentlichen Debatte nicht mehr wegzudenken.

Seine wichtigsten Aussagen aus diesem Interview vor vier Jahren möchten wir hier dokumentieren:

Andreas Müller zum Thema Kriminalisierung von Cannabis-Besitz:

„In den vergangenen 40 Jahren haben wir mehr als eine halbe Million Menschen nur wegen Cannabis ins Gefängnis gesteckt, oft junge Leute, (…) das sind die gesellschaftlichen Folgen unserer Gesetze.“

Wie er sich die Legalisierung praktisch vorstellt:

„In einer ersten Stufe wird der so genannte Medizinalhanf freigegeben (…) Dann gibt es Cannabis auf Krankenschein.“

Mit welchen Mitteln man einem potentiellen kriminellen Schwarzmarkt begegnen kann, auch dazu hat Andreas Müller eine Idee:

„Wir brauchen am besten deutsche Plantagen in staatlicher Hand, die ihre Ernte an lizenzierte und überwachte Fachgeschäfte verkaufen. (…)“

Und wie sieht er die gesellschaftliche Entwicklung in der Phase nach der Legalisierung:

„Cannabis wird Deutschland garantiert friedlicher machen. (…) Der Alkohol ist unser größtes Problem. (…) Wahrscheinlich könnte Gras selbst Nazis helfen (…).“

Die Auszüge des Interviews stammen, wie bereits oben erwähnt, aus einem Interview der Wochenzeitung ZEIT mit dem Jugendrichter Andreas Müller.

Andreas Müller ist auch heute im Jahr 2019 weiterhin ein entschlossener Verfechter der Legalisierung von Cannabis, wie man seinem in Mai 2019 erschienenen Artikel in der MOPO entnehmen kann.

Aus diesem Artikel geht auch ein tragischer Hintergrund seiner Motivation hervor: Sein Vater starb durch Alkoholismus, sein Bruder durch Heroin.

Auch als Autor engagiert sich der Jugendrichter Andreas Müller. Kiffen und Kriminalität lautet sein 2015 erschienenes Werk:

„Ca. vier Millionen Menschen in Deutschland konsumieren regelmäßig Cannabis. Sie alle müssen mit der Angst vor strafrechtlicher Verfolgung und sozialer Stigmatisierung leben.
Der landesweit bekannte Jugendrichter Andreas Müller legt dar, welche gravierenden Folgen das Verbot der Droge hat und warum damit endlich Schluss sein muss. Legalisierung heißt Schutz, besonders auch für Jugendliche, davon ist Müller überzeugt.“

Quelle: Amazon

Zum Abschluss noch ein Video mit Andreas Müller im Interview mit dem Titel: „Nur dumme Politiker wollen Cannabis verbieten“

[tg_youtube width=““ height=““ video_id=“U09zz7bhqek“]